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IntrasparenzTeurer Tod: Wettbewerbshüter rügen Kosten bei Bestattung

Die Bundeswettbewerbsbehörde kritisiert, dass es im Bereich der Bestatter nur schwer möglich ist, Preise zu vergleichen.

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Symbolbild © APA/BARBARA GINDL
 

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) spricht sich für mehr Transparenz am Bestattungsmarkt und einen fairen Zugang aus: "Die Bestattungsbranche befindet sich in einer wettbewerbsberuhigten Zone. Preisvergleiche müssen möglich sein", so BWB-Generaldirektor Theodor Thanner am Freitag in einer Pressemitteilung zu einem aktualisierten Bericht der Wettbewerbshüter über die Branche.

Die Vorteile der Digitalisierung, die es Angehörigen erleichtere, die Dienstleistungen und Preise besser zu vergleichen, würden von den Bestattungsunternehmen zu wenig genutzt. In zwei Bundesländern gebe es kein Bestattungsunternehmen, das die Preise auszeichnet.

Die BWB erhalte regelmäßig Beschwerden über Zugangsprobleme von Bestattungsunternehmen. "Bestatter, die eine Aufbahrungshalle gemietet haben, verlangen überhöhte Preise für die Nutzung. Für eine nachhaltige Entwicklung am Markt müssen alle Bestatter einen Zugang zu fairen Bedingungen erhalten", so Thanner.

Überhöhte Preise

Ein Beispiel: Das pachtende Bestattungsunternehmen verlangte rund 1.000 Euro für die Nutzung der Aufbahrungshalle, heißt in dem Bericht.

Überhöhte Preise werden an die Kunden weitergegeben, andere Unternehmen können daher weniger günstig anbieten. "Diese Wettbewerbsverzerrungen führen insbesondere dazu, dass das Entwicklungspotenzial von Bestattungsunternehmen gehemmt wird, Kunden Dienstleistungen zu weit überhöhten Preisen in Anspruch nehmen müssen und neue Wettbewerber am Markteintritt gehindert werden", schreibt die BWB.

Von insgesamt 513 Bestattungsunternehmen hätten 308 einen Onlineaufritt und davon hätten nur 18 Bestatter ihre Preise online angeführt.

Branchenvertreter Rainer Wernhart argumentiert laut einem Bericht des "Kurier" (Freitag), dass der Preis einer Beerdigung von vielen Faktoren abhänge, eine Auszeichnung auf der Homepage also wenig Sinn machen würde. "Dazu kommt, dass die Friedhofsgebühren nicht überall gleich hoch sind und es regional unterschiedliche Bräuche gibt, was die Aufbahrung angeht."

Der Bestattungsmarkt ist seit 2002 liberalisiert und befinde sich seit längerer Zeit im Fokus der BWB, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. Der Standpunkt zur Branche sei nun aktualisiert worden.

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