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Virtuelle RealitätSie verbinden Wohnungskauf mit Computerspiel

Wie ein steirisches Jungunternehmen mit „Virtual Reality“ den Immobilienverkauf ankurbeln will. Außerdem: Die Start-up-Schmiede Up to Eleven baut aus und Österreichs Investoren-Elite blickt verstärkt auf Graz.

Firmengründer Johannes Fasching und Elias Remele machen Immobilien mittels 3-D-Brille erlebbar
Firmengründer Johannes Fasching und Elias Remele machen Immobilien mittels 3-D-Brille erlebbar © KK
 

Computerspiele und Immobilienverkauf? Auf den ersten Blick passt das nicht wirklich zusammen. Doch ein Grazer Start-up hat eine Anwendung gefunden, welche beide Welten verbindet. Golem Digital hat ein System entwickelt, das Immobilien erlebbar macht, die noch gar nicht gebaut sind. Dafür verwenden sie die 3D-Brille HTC Vive und eine virtuelle 3D-Umgebung, die für das Computerspiel Unreal entworfen wurde. Die Kombination ermöglicht die fotorealistische Darstellung von Wohnanlagen und Häusern. „Mit Drohnen fotografieren wir im Vorfeld auch die Umgebung ab. Dadurch ist sogar der Blick aus dem Fenster originalgetreu“, sagt Elias Remele, Produktmanager bei Golem Digital. Dieses Produkt soll vor allem im Luxussegment eingesetzt werden, in dem Käufer sich die Wohnung nicht vor Ort ansehen können.

Doch es gibt nicht nur Luxus-Immobilien. Deshalb nutzt das Unternehmen seine Expertise für eine zweite Anwendung: die App „Dreger“. Sie gehört in den Bereich der „Augmented Reality“, der erweiterten Realität. Computermodelle werden auf reale Gegenstände projiziert.

Dreger-App

Dreger-App

Bei Dreger sieht man die 3D-Darstellung eines Bauprojektes am zugehörigen Prospekt. „Kunden können sich den Grundriss Stockwerk für Stockwerk ansehen. Wir simulieren sogar den Schatten je nach Jahres- und Uhrzeit“, erklärt Remele. Ein Kunde ist die Grazer Immobiliengesellschaft GWS. Das Projekt Nussbaumerstraße ist für Kunden in 3D erlebbar, ebenso wie das Bauprojekt von Schauersberg Immobilien am Grazer Ruckerlberg.

Die Vitalität und Vielseitigkeit der Grazer Jungunternehmerszene bildet sich in Tagen wie diesen auch gut in den Räumlichkeiten der Start-up-Schmiede Up to Eleven ab. Nach dem Einstieg des global zweitgrößten Türschlossbauers Allegion beim Up-to-Eleven-Unternehmen Nuki – wir berichteten – erweiterte das Team rund um die beiden Brüder Martin und Jürgen Pansy die Büroflächen. Wenig verwunderlich, stieg die Mitarbeiteranzahl seit Ende 2015 doch von 15 auf 45, nach dem Allegion-Investment werden alleine bei Nuki nun noch 30 weitere hinzukommen. Zudem sind mit Instahelp und Logoshuffle auch zwei andere Start-ups von Up to Eleven auf Wachstumskurs.

Derlei Bewegungen sorgen wiederum für ein erhöhtes Interesse der heimischen Investorenschaft. Next, der Inkubator der Energie Steiermark, startet jetzt etwa eine Kooperation mit der Business-Angel-Gemeinschaft aaia. Dort mit an Bord: Hansi Hansmann, Werner Wutscher oder Michael Altrichter.

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