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Klagenfurt5G-Netz lässt Drohnen schwärmen

Feuerwehren im Katastropheneinsatz koordinieren, Maschinen für Industrie 4.0 vernetzen. Was das Mobilnetz der Zukunft leisten soll, das im "5G Playground Carinthia" erprobt wird.

Drohnen bald im koordinierten Schwarmeinsatz
Drohnen bald im koordinierten Schwarmeinsatz © APA/Helmut Fohringer
 

In den Laboren des Klagenfurter Lakesideparks freut man sich auf 5G, das Netz der Zukunft. "Wir forschen hier in den Lakeside Labs seit Jahren an Multidrohnensystemen. Zum Beispiel machen wir Projekte mit Feuerwehren für koordinierten Drohneneinsatz im Katastrophenfall", erläutert Christian Bettstetter. 15 Forscherinnen und Forscher arbeiten unter seiner Leitung in den Lakeside Labs, zusammen mit Doktoranden der Universität Klagenfurt forschen rund 50 Personen an Projekten vor allem für die Industrie 4.0, die digitale Vernetzung von Maschinen, Robotern und Sensoren. "5G soll auch Daten bei Operationen schneller übertragen." Bettstetter, Professor an der Alpen-Adria-Universität, kommt mit den Labs eine wichtige Funktion zu, wenn ab Oktober die Arbeiten für den "5G Playground Carinthia", so die offizielle Bezeichnung, beginnen.

Österreichs erste 5G-Mobilfunk-Testzone (wir berichteten) wurde Mittwoch in Wien von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und Kärntens Technologiereferentin Gaby Schaunig vorgestellt. "Kärnten wird zu einer großen Spielwiese für unsere heimischen Betriebe, um die neue Technik in der Praxis zu erproben, etwa bei selbstfahrenden Autos, intelligenten Rettungsdrohnen oder vernetzten Robotern", so Leichtfried, der Österreich als "Vorreiterland für 5G in Europa" sehen möchte. Schaunig verwies auf einen "technologischen Vorsprung auf Jahre für Kärnten".

Bund und und Land werden zu gleichen Teilen 1,6 Millionen Euro für die Glasfaser-Infrastruktur bereitstellen. "Die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gibt fünf Millionen Euro für 5G-Forschungsprojekte", gab Schaunig im Gespräch mit der Kleinen Zeitung bekannt. Für den ersten „"Call", also erste Ausschreibungen hat die FFG für interessierte Unternehmen schon jetzt eine Anmeldeadresse eingerichtet.

"Handy-Prototypen wie Koffer"

"Um das 5G-Netz einzurichten, müssen Netzanbieter die Basisstationen mit größeren Antennen aufrüsten. Es braucht auch eine neue Generation von Endgeräten", erklärt Bettstetter. "Es gibt schon Handy-Prototypen für 5G, die sind aber noch so groß wie Koffer und mehrere Kilo schwer." Ein Vorläufer-Netz, Pre-5G, wird in Pörtschach mit einem Smart-City-Projekt gestartet – mit Probefahren im autonomen Bus.

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