ICO-VerbotChina schickt die Kurse von Bitcoin und Co. auf Talfahrt

Chinas Regierung verbietet die Erschaffung neuer Kryptocoins. Die Kurse von Bitcoin und Co brechen massiv ein.

Die Kurse von Bitcoin fallen wieder
Die Kurse von Bitcoin fallen wieder © APA/AFP/KAREN BLEIER
 

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwo auf der Welt eine neue Kryptocoin das Licht der Welt erblickt. Vor allem die massiven Kursgewinne seit Jahresbeginn sorgen dafür, dass immer mehr Unternehmen ihr Glück mit eigenen Tokens versuchen.

Tatsächlich können diese Initial Coin Offerings (ICO) richtig viel Geld einbringen. So hat das Unternehmen TenX, gegründet von drei Österreichern in Singapur, bei seinem ICO 80 Millionen Dollar eingebracht. Die Firma verspricht Kreditkarten auf Kryptocoin-Basis. Die meisten neuen Coins verfolgen einen gewissen Zweck, viele basieren daher auf Ethereum, einer Technologie, die das Ausführen eigener Programme innerhalb der Blockchain erlaubt. Doch es gibt auch andere ICO, die nur darauf aus sind, schnell Geld zu lukrieren. 

Und hier schreitet China nun ein. In dem Land stehen die meisten Serverfarmen, die zum Funktionieren solcher Kryptocoins nötig sind. Am Montag hat die Regierung in Peking ein Verbot von ICO erlassen. Offiziell soll Betrug und Geldwäsche verhindert werden. Inoffiziell ist der Regierung vor allem die fehlende Regulierung im Kryptocoin-Markt ein Dorn im Auge.

Kurse brechen ein

Die Ankündigung hat auf den Kryptocoin-Märkten für heftige Bewegungen gesorgt. Bitcoin ist 4700 US-Dollar auf 4100 US-Dollar gefallen. Der Wert von Ethereum, der zweitwichtigste Kryptowährung, sank von 380 auf 290 US-Dollar. Seit Samstag haben Investoren rund 30 Milliarden US-Dollar aus dem Kryptocoin-Universum abgezogen.

Gesamte Marktkapitalisierung der Kryptocoins Foto © coinmarketcap.com

Experten haben aber schon länger vor einer größeren Kurskorrektur gewarnt. Der Markt der Kryptowährungen ist extrem volatil. Da es keine Regulierung gibt, schreitet auch niemand bei massiven Marktverwerfungen ein. Kursschwankungen von 30 Prozent und mehr pro Woche sind daher nichts Ungewöhnliches.

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