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Ecofin-Treffen

EZB prüft Frankenkredite in Kroatien und Polen

Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling bezeichnet das Vorgehen Polens und Kroatiens im Rahmen der Frankenkredit-Umstellungen als "fast antieuropäisch". Die EZB habe eine Arbeitsgruppe installiert, die den Vorgang prüft.

Finanzminister Hans Jörg Schelling
Finanzminister Hans Jörg Schelling © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Die Vorgangsweise Kroatiens und Polens beim Zwangsumtausch von Franken-Krediten auf Euro-Kredite sei "fast antieuropäisch", erklärte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) nach den Sitzungen von Ecofin und Eurogruppe am Samstag in Luxemburg. "So einfach wird es das nicht geben. Auch die EZB hat eine eigene Arbeitsgruppe installiert, die den Vorgang prüft".

Schelling sagte, die Vorgangsweise Kroatiens habe auch Auswirkungen auf die Banken und damit auf die Stabilität. Der Ecofin habe sich ausdrücklich damit befasst, weil auch andere Länder betroffen seien und die EU-Kommission werde sich mit der Causa befassen.

Mit dem kroatischen Finanzminister konnte er nicht reden, weil dieser nicht anwesend war. "Ich glaube, dass sowohl die EZB als auch die Kommission jetzt bilateral auf Kroatien und Polen zukommen werden. Auf unsere Initiative hin. Da sind auch mehrere Länder, deutsche Banken oder slowenische Banken betroffen. Dort haben wir auch Unterstützung".

"Unerfreulich"

Bezüglich der konkreten Auswirkungen könne er kein Volumen benennen. Alle Länder hätten aber genug damit zu tun, ihre Banken stabil zu halten. Die Geldinstitute bekämen ständig neue Auflagen, und dann sei es nicht erfreulich, dass ein Gesetz in Kroatien die Stabilität beeinflusse.

Schelling sagte, er habe auch mit dem polnischen Finanzminister gesprochen. Dort sei die Lage etwas anders als in Kroatien. "In Polen haben die zwar auch ein Gesetz gemacht, aber zuvor mit den Banken gesprochen. In Kroatien sind die Banken überhaupt nicht einbezogen worden".

Jedenfalls "reicht es mit Nationalismen" und das erklärt werde, dass ein "europäischer Vertrag uns wurscht ist". "Das geht nicht", so Schelling. Er habe daher "die eigenen Banken durch seinen persönlichen Einsatz unterstützt", nicht nur durch das Schreiben von Briefen.

Kommentare (8)

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708f79fd187abd3616211944b92bb678
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Über Risiko wurde aufgeklärt

jedoch hielt es sich bis 2008 in Grenzen...
was dann geschah, für das kann kein Fremdwährungskreditnehmer!
insofern ist es begrüßenswert, was unsere Nachbarländer machen... Daumen hoch!
Unsere Politiker schauen schon lange nicht mehr auf das EIGENE VOLK, aber auf alles andere und vor allem auf die Banken und Konzeren.
Mit ein Grund weshalb alle Wahlen verlorengehen.....und Rechts modern wird...

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baldasar
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Öko

Und warum machen österreichischeI Banken keine Angebote an ihre Kunden wie in Ungarn,Polen,Kroatien etc und solche Banken unterstützt der Schelling auch noch

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cleverstmk
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Überheblich der Herr Millionär

Viele kleine Häuslbauer wurden von den Banken und div " Finanzberatern" über den Tisch gezogen, bzw falsch beraten.
Es wäre an der Zeit dass auch Österreich reagiert - zum Wohle seiner Bürger. Aber wir haben anscheinend nur Geld für Banken ala Hypo oder für Parteienförderungen in astronomischer Höhe
Leider treiben solche Bonzen die Leute dem rechten Lager zu.

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Bravo Ungarn, Polen und Kroatien

Diese drei Länder handeln im Interesse für Ihre Bürger, die von den Banken, die CHF-Fremdwährungskredite vergeben haben, über den Tisch gezogen werden sollen. Die Banken tragen Null-Risiko und können alle Kosten auf den Kreditnehmer abwälzen.

Der Schelling ist wie ein seiner Vorgänger der
angefressene Pröll nur ein Handlanger der Banken und nur deren Interesse vertritt er. Es wird Zeit, dass diese Raiba-Vasallen mit dem nassen Fetzen aus dem Parlament gejagt werden.

Bravo Ungarn, Polen und Kroatien.

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Gerhard818
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Schellings radikaler Machtanspruch

Mit zunehmender Besorgnis betrachte ich die Wortmeldungen unseres Herrn Schelling. Er sieht kein Problem zukünftige Steuereinnahmen in astronomischer Höhe einem Land zukommen zu lassen, das eine Historie von NullNullNull Rückzahlungen hat, aber er hat ein Problem damit, Banken, die eine absolut falsche Risikobewertung der Fremdwährungskredite gemacht haben, in ihre Grenzen zu weisen. Es wird Zeit zu erkennen, dass die Zusammenfassung von Macht durch Politik zusammen mit den Banken nicht den Interessen unserer Bevölkerung dient! Man bedenke, dass die Raika und die Sparkassen rein buchhaltärisch sprich ökonomisch bankrott waren nach der Finanzkrise 2008. Aber Leute wie Treichl, Konrad und Co haben Ihre Gehälter und Zulagen behalten, obwohl sie in jedem anderen Betrieb gefeuert worden wären Fehleinschätzung der ökonomischen Realität. Es wird endlich Zeit, dass Schelling, der Hartz IV verherrlicht, d.h. die Masse der Bevölkerung verarmt sehen will, öffentlich zurückgepfiffen wird!

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klawischnigg
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Neid ist ein schlechter Ratgeber bei der Bewertung von wirtschaftlichen Vorgängen, die man nicht versteht...

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CuiBono
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@klawischnigg

Na dann erklären SIE doch bitte hier die detaillierten Zusammenhänge.
ICH z.B. würde gerne dazu lernen und und mich bei der "Bewertung von wirtschaftlichen Vorgängen" bessern. Vielleicht gelingt mir das ja mit IHRER Hilfe.

Ich habe allerdings mehr den Eindruck, dass Ihr Kommentar nur ein - mehr als unnötiger und auch ausgesprochen unhöflicher - Rülpser ist. So irgendwie sollten Sie sich schon zusammen nehmen und wie ein wohlerzogener Erwachsener auftreten. Halbstarke Rüpel sind nicht sehr beliebt.

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klawischnigg
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Der "detaillierten Zusammenhang" besteht einfach darin,

daß erstens entgegen der Behauptung des OP nicht um das Inschrankenweisen von Banken geht sondern darum, daß nach den Regeln der europäischen Bankenunion nationale Alleingänge in Finanzfragen durchaus problematisch bis nicht mehr erlaubt gesehen werden. Zumal das "Inschwierigkeitenbringen" der Banken durch solche Alleingänge durchaus auch Auswirkungen auf die Banken und die Wirtschaft anderer europäischer Länder haben kann.
Auch wenn es einem nicht gefällt, aber volkswirtschaftlich gesehen ist der Bestand sogenannter systemrelevanter Banken einfach wesentlich wichtiger als deren Fehleinschätzung bei Fremdwährungskrediten oder das Wohlergehen einzelner Häuslbauer.

Desweiteren möchte ich darauf hinweisen, daß das Benennen von Wahrheiten vielleicht unangenehm sein mag, mit Unhöflichkeit oder gar "Rülpsern" mitnichten etwas zu tun hat. Und selbst es mir absolut kein Anliegen ist, in diesem Forum hier "beliebt" zu sein verwahre ich mich dagegen, von Ihnen "Rüpel" genannt zu werden...

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