Es ist ein empfindlicher Rückschlag für den Sensor- und Chipspezialisten ams-Osram: Perspektivisch sollte das völlig neue Segment der sogenannten MicroLED-Technik eine wichtige Rolle beim österreichisch-deutschen Konzern mit Zentralen in Premstätten und München einnehmen. Dahinter stecken nur pixelgroße LEDs, die für Bildschirme etwa von Smartphones oder auch in Autos eingesetzt werden können. Dafür wurde in Kulim (Malaysia) extra eine 8-Zoll-Wafer-Fabrik um 800 Millionen Euro hochgezogen, die kurz vor der Fertigstellung steht und in der die Produktion erfolgen sollte. Die Entwicklung ist in Regensburg gebündelt. Doch nun ist das Schlüsselprojekt für diese neue Technologie, die ab 2026 ausgerollt werden sollte, „überraschend storniert“ worden, wie man mitteilen musste.
Geplatzter Auftrag, Kurssturz, Sparkurs
ams-Osram unter Druck: Eine Hiobsbotschaft und ihre Folgen
Massiver Rückschlag für MicroLED-Technik, Abschreibungen von bis zu 900 Millionen Euro nötig. Wie geht‘s nun weiter und was bedeutet das für die Zentrale im steirischen Premstätten? „Der Standort Premstätten ist von der Projekt-Einstellung nicht betroffen“, wird auf Anfrage der Kleinen Zeitung betont.
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