Die Debatten um Österreichs Gas-Abhängigkeit von Russland hat zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Jetzt gibt es einen abermaligen Appell für einen schnellen Ausstieg Österreichs aus russischem Gas: EU-Spitzenpolitiker Othmar Karas (ÖVP) und Ex-OMV-Chef Gerhard Roiss spielen den Ball für den Ausstieg allerdings nicht der OMV mit ihren bis 2040 dauernden Lieferverträgen mit der russischen Gazprom zu, sondern klar der österreichischen Regierung. Beide drängen auf eine rasche politische Entscheidung, als Basis für einen abgestuften Ausstiegsplan. „Die Chancen sind jetzt zu nutzen“, so Karas und Roiss mit Blick darauf, dass der Transitliefervertrag der Ukraine für Gazprom-Gas mit Jahresende abläuft. Karas, erster Vizepräsident des EU-Parlaments, sieht darin eine sehr zeitnahe realistische Möglichkeit für das Kappen der Gazprom-Verbindung: „Raus aus dem Gazprom-Vertrag, das ist möglich. Die Versorgungssicherheit ist gegeben.“