„Das wertet die Lehre im heimischen Handel stark auf und stellt eine wichtige Investition in die Zukunft dar“, betont Rainer Trefelik. Der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer zeigte sich – wie auch sein Gegenüber von der Arbeitnehmerseite – nach den geschlagenen Kollektivvertragsverhandlungen an sich nur mäßig erfreut. Es war, nach dem wochenlangen und zähen Ringen ein schmerzhafter Kompromiss für beide Seiten. Wenn es aber um die im Schnitt zehnprozentige Erhöhung der Lehrlingseinkommen geht, die ebenfalls ausverhandelt worden ist, hellte sich die Stimmung sichtbar aus. Im Handel steigen sie im ersten Lehrjahr auf 880 Euro, im zweiten auf 1130, im dritten Lehrjahr auf 1430 und im vierten Jahr auf 1490 Euro. Einzelne Handelsketten bieten ihren Lehrlingen teils höhere und damit über dem KV liegende Einkommen sowie verschiedene „Goodies“ bis zum B-Führerschein bei entsprechenden Lehrabschlüssen.