EdelschrottIn Edelschrott wird es brenzlig

Die Vorbereitungen für das diesjährige Bezirkserntedankfest laufen auf Hochtouren. Beim Dekorieren wird die Landjugend kreativ.

Beim Binden der Krone helfen alle Mitglieder gerne mit © Simone Rendl
 

Jeder packt mit an – das ist die Devise bei der Edelschrotter Landjugend. Seit Tagen sind die insgesamt 83 Mitglieder dabei, den Festwagen und die Erntekrone für das jährliche Erntedankfest am Sonntag vorzubereiten.

Brenzlig wird es für die Krone kurzfristig beim Abschneiden der Dekoration des Vorjahres. Um die Ähren und den Buchsbaum besser entfernen zu können, wird kurzerhand zum Feuer gegriffen und das alte Grün fachmännisch weggebrannt. Das Aufputzen der Krone hat Tradition – jedes Jahr kümmert sich eine andere Gemeinde um das Dekorieren des Metallgestells. Verwendet werden zum Binden Gersten- und Weizenähren, die auf eine Länge von ungefähr 20 Zentimetern zugeschnitten und dann in kleinen Bündeln an der Konstruktion festgebunden werden.

Viel Elan

Für die Landjugend Edelschrott ist das Erntedankfest jedes Jahr ein Erlebnis. „Wir stecken immer viel Arbeit und Energie in die Vorbereitung“, sagt Isabella Schilling, Leiterin der Landjugend Edelschrott. Manche reisen sogar aus anderen Bundesländern zurück in die Heimat, nur um beim Binden der Krone mitanpacken zu können. Wie Landjugend-Mitglied Gudrun Scherz, die nur für das Erntedankfest aus Salzburg nach Edelschrott gekommen ist. „Ich studiere und arbeite in Salzburg, aber für diesen Anlass musste ich einfach nach Hause kommen“, erzählt sie, während sie die Ähren für die Krone zurechtschneidet.

Pöschl (li.) und Nestler bringen das Wappen am Festwagen an Foto © Simone Rendl

Einen Kilometer entfernt arbeiten die Männer an der Dekoration des Festwagens, der erst im letzten Jahr neu gezimmert wurde. Das Thema der Edelschrotter im heurigen Jahr ist Sturm und Kastanien. „Wir werkeln bereits seit letzter Woche an dem Wagen, das Bauen im letzten Jahr hat sogar drei Wochen gedauert“, erklärt Florian Pöschl, Bezirksobmann der Landjugend. Noch steht den Mitgliedern der Landjugend viel Arbeit bevor, denn auch für die Krone brauchen die Helfer mehrere Stunden. Bis zum Fest am Sonntag muss alles fertig sein, Obmann Kurt Nestler freut sich schon: „Viel fehlt nicht mehr, der Wagen wird super aussehen.“

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