So rüstet sich die HSG für die Handball-Zukunft

Junges Team, neuer Trainer, starke Routiniers. Damit will Bärnbach-Köflach über die Bundesliga wieder zur Erstklassigkeit gelangen. Beim Blitzturnier besiegten die Weststeirer auch das HLA-Team aus Bruck.

Neuzugang Filip Bonic (Mitte) und die Riege der HSG-Funktionäre
Neuzugang Filip Bonic (Mitte) und die Riege der HSG-Funktionäre © Christoph Heigl
 

Mit dem erfolgreichen Blitzturnier in Bärnbach (zwei Siege) und den Steirischen Handballtagen nächste Woche vollzieht die HSG Bärnbach-Köflach gerade einen „Neustart“. „Die letzten zwei Saisonen waren turbulent“, sagt Gerhard Langmann, der Obmann des Zweitligisten. Von einem Umbruch ist die Rede.

Nach dem Abgang von Andreas Albrecher als sportlichem Leiter, der den Traditionsverein jahrelang mitgeprägt hat, werden seine Agenden nun auf Christian Glaser, Wolfgang Smon und Bernd Langmann verteilt. Neo-Trainer Milan Vunjak soll (wie schon beim HC Bruck) das neue Motto umsetzen: junge, einheimische Wilde mit den drei Routiniers Peter Szabo, Dejan Cancar und Deni Gasperov. Mit einer ähnlichen Ausgangsposition schaffte Vunjak vor zwei Jahren mit Bruck das Kunststück, die Bundesliga zu gewinnen, in die HLA aufzusteigen und dort den Klassenerhalt zu sichern. Nach insgesamt vier Jahren in der Obersteiermark wurde der Slowene nach dem dramatischen Klassenerhalt gegen Leoben von Günther Schöberl ersetzt. "Wir haben ein junges Team, aber sie arbeiten sehr hart", lobt Vunjak.

Die Devise ist klar: jung, steirisch, dynamisch. "Wir wollen viele einheimische Spieler einbauen", sagt Smon. Ein Blick in die Kaderlisten aller steirischen Vereine zeigt, dass die HSG auch die letzten Jahre schon viele Talente herausgebracht hat. Dass speziell heuer viele HSG-Mannen zum HLA-Aufsteiger nach Graz gewechselt sind (Thomas Scherr, Timo Geßlbauer, Thomas Gollenz), schmerzt die Verantwortlichen. "Wir haben uns bis zum Schluss um sie bemüht", sagten sie am Freitag beim Pressegespräch in Bärnbach.

Schnee von gestern, der Blick ist nach vorne gerichtet. Bis zu acht Mal pro Woche wird trainiert, wie zu HLA-Zeiten. Testspiele gegen Topgegner wie Celje und Bergischer HC sollen die Truppe für den schweren Saisonstart wachhalten. "Wir haben bewusst schwere Gegner gewählt, die Jungen sollen sich daran gewöhnen. So lernen sie am schnellsten", sagt Langmann.

In der Bundesliga will man wieder Richtung Halbfinale und Finale steuern, mittelfristiges Ziel ist natürlich der Wiederaufstieg in die HLA, dort sieht sich Bärnbach-Köflach mit seiner Tradition, den vielen Fans, treuen Sponsoren und der Top-Jugendarbeit (150 Kinder) am liebsten. „Aber es wird ein harter Weg“, weiß man im Westen.

TESTSPIELE

Bärnbach-Köflach – ATV Trofaiach 22:14, HC Bruck – ATV Trofaiach 23:15, Bärnbach-Köflach - HC Bruck 20:19, Ferlach – Union Leoben 24:23.



Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.