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Gerichtsentscheid

Wieder Sperre des Aussichtsturmes am Kleeberg in Gleisdorf

Der Bewilligungsbescheid des Landes wurde ein weiteres Mal vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben. Der Gleisdorfer Regierungskommissär ließ den Aussichtsturm nun sperren.

Und wieder einmal ist der Aussichtsturm auf dem Kleeberg gesperrt © Günter Pilch
 

Die Besucher lieben ihn, den Anrainern ist er ein Dorn im Auge. Und schon vor der Errichtung des Aussichtsturmes am Kleeberg in Labuch (Gemeinde Gleisdorf) im Jahr 2001 sprachen sich rund 300 Bürger und Anrainer gegen den Bau aus. Sie fürchteten den Lärm und, dass der Turm busweise gestürmt würde.

Die Anrainerproteste konnten damals den Bau nicht verhindern. Ein Fehler bei der Umsetzung aber sollte dafür sorgen, dass die Gegner doch Angriffspunkte fanden: Der Turm wurde entgegen der bewilligten Pläne um 180 Grad gedreht, rage aber nicht über ein Nachbargrundstück, wie die frühere Labucher Bürgermeisterin Philippine Hierzer sagt. Damit war die ursprüngliche Bewilligung obsolet. 2008 erließ der Verwaltungsgerichtshof daher eine Sperre, die Gemeinde musste sich selbst einen Abbruchbescheid ausstellen. Dieser aber musste nicht exekutiert werden, weil die Gemeinde um nachträgliche Bewilligung ansuchte und sie auch bekam.

Nächste Anfechtung

Dieser Bescheid wurde erneut von Anrainern angefochten. Der Verwaltungsgerichtshof gab ihnen nun recht und hob die Bewilligung auf, der Turm wurde von Regierungskommissär Christoph Stark gesperrt. „Wenn wir erneut um eine Bewilligung ansuchen, muss sich Substanzielles ändern“, sagt er. Sobald sich der Gemeinderat konstituiert habe, werde man Wege suchen, um den Turm erhalten zu können. „Allein aus volkswirtschaftlichen Gründen“, so Stark.

Von Anfang an Proteste

2001. Der Aussichtsturm am Kleeberg in Gleisdorf (früher Labuch) wurde 2001 um 350.000 Euro errichtet. 300 Bürger protestieren im Vorfeld gegen den Bau.

2003. Anrainer klagen über Lärm durch die Metallstufen und über laute Gäste. Zudem sei der Bau im Gegensatz zum Plan gedreht worden, es gebe deshalb keine gültige Baubewilligung.

2005. Gummimatten werden an den Stufen aufgebracht – um 32.000 Euro.

2008. Der Verwaltungsgerichtshof erlässt die Sperre des Aussichtsturmes, weil Bewilligung fehlt. Labuch sucht um erneute Baubewilligung an, diese wird vom Land erteilt.

2015. Verwaltungsgerichtshof hebt den Bescheid auf.

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