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Steirer des TagesDoppeldeutig, sprachgewandt und letztlich siegreich

Der Oststeirer Valentin Fraß wurde Österreich-Sieger bei einem Übersetzungsbewerb der Europäischen Union.

Valentin Fraß aus der 8. Klasse des Borg Birkfeld © privat
 

Damit hatte Valentin Fraß nicht gerechnet. Schon im November hatte er mit anderen Schulkollegen am Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“ der Europäischen Union teilgenommen. Bei diesem Bewerb werden Texte, verfasst in einer der Sprachen der Europäischen Union, in die jeweilige Muttersprache übersetzt. Fraß hatte sich entschieden, einen Text aus dem Englischen in seine Muttersprache Deutsch zu übersetzen. Im Text mit dem Titel „Three culture vultures hit the tracks“ geht es um Jugendliche, die nach ihrer Matura eine Interrail-Reise durch Europa machen wollen.

Für den Schüler der 8. Klasse des Borg Birkfeld (Zweig Informatik) war der Ausgangstext nicht sehr schwierig. Die Schwierigkeit bestand eher darin, daraus einen wirklich guten deutschen Text zu schreiben – was ihm jedoch offensichtlich gut gelang. Besonders stolz ist er auf seinen Titel „Kultur in vollen Zügen“, da dieser mit der Zweideutigkeit des Wortes „Zügen“ den englischen Ausgangstext an Originalität durchaus übertrifft. Valentin Fraß wurde Österreich-Sieger und fährt im April zur Preisverleihung nach Brüssel.

Zur Person

Valentin Fraß wurde am 26. Juni 2001 geboren. Er lebt mit seinen Eltern und Schwester Marlene in Siegersdorf/Herberstein.

Er wurde Österreich-Sieger beim Bewerb „Juvenes Translatores“, an dem insgesamt 751 Schulen der gesamten EU teilnahmeberechtigt sind. Die Gewinner der Mitgliedsstaaten sind im April zur Preisverleihung nach Brüssel eingeladen

Wie aber kommt ein 17-Jähriger zu einer so guten Ausdrucksform? „Viel hat meine Mutter damit zu tun“, erzählt Fraß. Als er noch in der Hauptschule nicht gerne las, wollte sie ihm das Lesen schmackhaft machen und widmete ihrem Sohn ein Regal mit lauter guten Büchern, die sie ihm zu lesen empfahl. Darunter auch viele Klassiker der Literatur. Anfangs noch skeptisch, wagte sich der Schüler an die schwierige Literatur und war begeistert von der schönen Sprache vieler Werke. Heute liest er neben philosophischen Büchern auch Klassiker der englischen Literatur. Auf diese Weise hat er kontinuierlich den Wortschatz sowohl in der Mutter- als auch in der Fremdsprache erweitert, was ihm beim Übersetzen sehr hilfreich war.

Filmklassiker

Neben Lesen sind Sport und Filme die großen Leidenschaften des weltoffenen Jugendlichen. Wann immer seine Freizeit es zulässt, betreibt er mit seinen Freunden Sport oder geht ins Kino, wo er vorwiegend gute alte Filme anschaut, die nur noch selten im Kino zu sehen sind.

Auf seinen Erfolg beim Wettbewerb ist er sehr stolz. Aber auch auf den seiner Schulkollegin Leonie Neuhuber, die gleich hinter ihm auf dem zweiten Rang landete. Worauf er es zurückführt, dass das Borg Birkfeld, das auch im letzten Jahr den Hauptpreis gewann, bei diesem Bewerb immer wieder vorn dabei ist? „Wir lernen hier in Englisch wirklich immens viel“, ist Fraß überzeugt, „und wir haben kleine Gruppen. Dadurch ist der Unterricht intensiver und bringt die Schüler weiter.“

Wohin ihn sein Lebensweg führen wird, weiß der Maturant noch nicht genau. Er hat aber ein Motto für die Zukunft: „An das glauben, was man kann, und Nerven bewahren.“ Damit ist er bisher weit gekommen und das Motto wird ihn auch weiter gut durchs Leben begleiten.

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