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RömerwegDen Römern in Gleisdorf auf der Spur

Mit einer Erstbegehung wird am Sonntag in Gleisdorf der Römerweg eröffnet. Dieser klärt über die römische Geschichte der Stadt auf.

Sarah Wolfmayr, Siegbert Rosenberger und Sigrid Hörzer vor dem Logo des neuen Römerweges © Robert Breitler
 

Gleisdorf als zweitgrößte Stadt der Steiermark – was heutzutage wie ein Hirngespinst klingt, war vor fast 2000 Jahren Realität. „Nur Flavia Solva war größer“, erklärt die Gleisdorfer Archäologin Sarah Wolfmayr. Die Schätzungen gehen von rund 500 bis 1000 Einwohnern aus. Der Ort, dessen Name nicht überliefert ist, hatte sogar ein eigenes Amphitheater. „Dieses war allerdings aus Holz“, so Wolfmayr, die selbst eine Zeichnung angefertigt hat, wie man sich dieses Theater vorstellen kann.

Leider sei vom römischen Erbe Gleisdorfs kaum etwas zu sehen, bedauern Wolfmayr sowie Stadthistoriker Siegbert Rosenberger. Um dieses Erbe Einheimischen wie auch Besuchern näherzubringen, wurde ein eigener Rundweg angelegt (Wellenbad, Feuerwehr, Friedhof, ehem. Römerhof).

Gemeinsame Erstbegehung

Am Sonntag findet ab 14 Uhr die Erstbegehung mit Rosenberger und Wolfmayr statt (siehe Infokasten). „Die Idee zum Römerweg hatten wir bei der Konzeption der Ausstellung ,Toga – Türkensterz – Dreschflegel‘, die derzeit läuft. Wir wollen damit die Ausdehnung der Siedlung sichtbar machen“, erzählt Sigrid Hörzer, Leiterin des „Museum im Rathaus“. An sieben Punkten wurden Tafeln aufgestellt, die über die römische Ansiedlung informieren. „Man kann den Weg auch allein abgehen, die Tafeln sind selbsterklärend. Für weitere Informationen gibt es einen QR-Code auf jeder Tafel“, erklärt Hörzer.

 

Auf den Spuren der Römer

Der neue Römerweg zeigt die Ausdehnung der Gleisdorfer Römersiedlung. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Vicus – eine Art Kleinstadt oder großes Dorf.

Am Sonntag, 14. Oktober, findet um 14 Uhr die Erstbegehung mit dem Historiker Siegbert Rosenberger und der Archäologin Sarah Wolfmayr statt (bei Schlechtwetter findet der Rundgang am 21. Oktober um 14 Uhr statt). Diese beginnt und endet beim Parkplatz des Wellenbades.

Zwischen der Raab und dem Gleisbach, wo sich die römische Siedlung befand, wurden bei Grabungen immer wieder Funde entdeckt. „Leider ist aber alles nur so bruchstückhaft. In Graz gibt es einige Kisten mit Funden aus Gleisdorf, die noch nicht bearbeitet sind. Ich möchte das jetzt zusammenfassen“, sagt Wolfmayr, die ihre Dissertation über die römerzeitlichen Funde in Gleisdorf schreibt.

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