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Neue MarkeWas, bitte, heißt da „nix als Miesenbach?“

So klein der Ort Miesenbach auch ist, die Marke Miesenbach erregt derzeit viel Aufsehen. Wer und was aber steckt hinter „nix als Miesenbach“?

Neuer Schwung für den Ort Miesenbach © LR Karl Maderbacher
 

Nach außen hin ist alles wie immer. Kinder mit Schultaschen am Buckel, die der Bäckerwagen über die Straße lässt, Pensionisten, die beim Dorfbrunnen über dem neuesten Dorftratsch brüten, der Schweinsbratenduft aus einem Gasthaus, der über den Friedhof bis zum Nachbargasthaus zieht.

Aber innerlich, da brodelt es. Miesenbach scheint aufgewacht zu sein. Schuld daran ist ein Logo, dreifärbig, auf dem „nix als Miesenbach“ steht. Denn „nix als Miesenbach“ oder „nixalsmiesenbach“ taucht neuerdings überall auf Autos, Broschüren, in den sozialen Medien auf.

Dieses Logo ist derzeit oft zu sehen Foto © Cidcom

Über Miesenbach

Miesenbach ist die an Einwohnern kleinste Gemeinde im Bezirk. Keine 700 Menschen leben in dem Ort, eine traditionelle Tourismusgemeinde, im Nordosten des Bezirkes.

Die farbliche Hinterlegung des Logos steht mit Grün für den Wald, Gelb für die Löwenzahnwiesen und Blau für den Bach.

Was ist da los im Dorf? Angefangen hat alles damit, dass ein Wiener mit steirischen Wurzeln (die Mutter stammt aus Ilz) mit seinem Partner ein Wochenendhaus suchte. Das Paar kam nach Miesenbach, fand ein altes Bauernhaus und war plötzlich mitten im Dorfgeschehen. „Das war vor zehn Jahren, rundherum waren die Kinder der Nachbarn, alle 16, 17 Jahre alt, die mit ihren Mofas bei uns vorbeigebraust sind“, sagt Stephanos Johannes Berger, einer der „Wiener“, „und wir wurden für sie wie der große Bruder.“

 

(c) Dominik Vsetecka
Stephanos Johannes Berger © (c) Dominik Vsetecka

Er habe die Entwicklung der Jugendlichen verfolgt, vom Schüler zum Lehrling, der wieder heimkommt und den Betrieb übernimmt. „Da war eine solche Power da, aber kein Kanal. Da habe ich eingegriffen und das Logo entwickelt“, so Berger, der in Wien die Werbeagentur Cidcom führt.

Inzwischen gibt es eine neue Homepage, die von den Vereinen selbst bespielt wird. Mit dem Logo habe sich eine Bewegung gebildet, meint Bürgermeister Karl Maderbacher: „Immer mehr Leute springen da auf.“ Was „nix als Miesenbach“ meint? „Wir brauchen nicht mehr als wir hier haben“, so Maderbacher.

Hoppalas der Hit

Feuerwehr-Mitgliedersuche auf miesenbacherisch

„Ein Unfall nachts im Wald – wir retten“ heißt das aktuelle Video, „So geht Retten mit Atemschutz“ der Vorgänger und „Feuerwehr und dein Beruf – geht das?“ hieß das erste Video, das die Feuerwehr Miesenbach auf ihrer Facebook-Seite postete. Ziel ist, neue Mitglieder zu bekommen, sagt Daniel Kern, Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Miesenbach. „Am besten gehen aber die Outtakes, also die Hoppalas“, sagt Kern.

Da sind sie, die Hoppalas:

Seit 1. September laufen diese Videos über Youtube und Facebook und verschaffen der Feuerwehr, die rund 45 aktive Mitglieder hat, Aufmerksamkeit. „Mittlerweile haben sechs Leute ihr Interesse bekundet, ein paar haben noch angefragt“, sagt Kern. Eine junge Frau ist bereits dabei, eine weitere zeigt sich interessiert. Die „Neuen“ sollten mindestens 16 Jahre sein. Wo sich melden? „Wir sind viel in der Gemeinde unterwegs, meistens reden wir direkt miteinand’“, so Kern.

Noch ein Beispiel?

Kommentare (1)

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Rennfeld12
0
2
Lesenswert?

kleiner Ort

ganz groß. Ein wirklich netter Ort mit noch typisch steirischer Gastlichkeit. Da ist die Welt noch in Ordnung.

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