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St. Margarethen/RaabMineralwasser mit Etikett heimischer Künstlerin

Esther Wendt aus St. Margarethen ist Preisträgerin eines Wettbewerbes. 100.000 Mineralwasserflaschen zieren im August Peterquelle-Flaschen.

Esther Wendt, Künstlerin aus St. Margarethen, mit ihrem Siegerbild © Franz Brugner
 

Dieser kommende August ist für die in St. Margarethen an der Raab lebende Künstlerin Esther Wendt ein besonderer: Bei einem Malwettbewerb, den der Mineralwasser-Produzent Peterquelle mit der Handelskette Spar zum Thema „Wasserkraft und Heimat“ ausgeschrieben hatte, wurde Wendts Bild als eines von zweien preisgekrönt. Ihr Bild wird in Kürze als Etikett von 100.000 1,5 Liter Peterquelle-PET-Flaschen in steirischen Spar-Filialen zu sehen sein.

Der Mix aus Collage und Malerei zeigt neben einem Steirerhut einen Kristall als Symbol für Reinheit und Energie. Wendt: „Wasser ist Leben. Die Steiermark ist gesegnet mit Quellwasser. Ein kostbarer Schatz.“ Sie freut sich über den Siegerscheck in Höhe von 2000 Euro, mehr aber noch über die Chance, ihr Bild zeigen zu können.

Erste Schritte

Der Weg zur künstlerischen Selbstständigkeit war bei der Anfangfünfzigerin, einer gebürtigen Grazerin, keineswegs geradlinig. Nach der Schule wurde sie erst einmal Apothekenhelferin. Diese sterile Welt war aber nicht die ihre. Wendt sattelte auf Flugbegleiterin um. Snacks und Getränke servierte sie primär auf Langstreckenflügen. Besonders Australien sei ihr, so Wendt, ans Herz gewachsen, war ihr das Opernhaus von Sydney doch bereits so vertraut wie der Grazer Uhrturm. „Ich habe mich mit dem Gedanken getragen, dorthin auszuwandern, weil mich die Weite des Landes und der Lebensstil sehr angesprochen haben“, erzählt Wendt.

Fernweh war ihr ständiger Wegbegleiter. So buchte sie im Urlaub spontan einen Flug nach Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, solo und ohne Hotelreservierung. Die Motivation: mit einem Fährschiff einmal den Malawisee, der rund 1500 Mal so groß ist wie der Wörthersee, zu überqueren. Auch schlug sie sich als Rucksacktouristin auf eigene Faust durchs Land. „Auf der Ladefläche eines Pick-ups, einer Art Taxi, saß ich neben Einheimischen. So fuhren wir über staubige, holprige Buschstraßen“, sagt die Künstlerin.

Erinnerungen an Malawi Foto © Franz Brugner

Die Eindrücke hielt sie mit der Kamera fest und führte Tagebuch. Jetzt geht Wendt daran, ihre Aufzeichnungen in Form eines Buches aufzuarbeiten. Ihre Fotos setzt sie dabei als Zeichnungen um. Das illustrierte Buch, ihr aktuelles Projekt, versteht die Künstlerin als eine Art Liebeserklärung an Malawi und dessen fröhliche Bewohner. Nach einem Verleger hält sie noch Ausschau.

Nach 13 Jahren als Stewardess folgten die Ausbildung als Kunsttherapeutin und die Meisterklasse für Malerei an der HTL Ortweinschule Graz. „Kunst ist mein Leben. Ich lebe für die Kunst und möchte eines Tages von der Kunst leben können“, meint Wendt. Malkurse und Therapien bilden derzeit ihre finanzielle Basis.
Infos: www.ewendt-art.at.

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