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Opernstar des Mordes verdächtigt

Ihre Heimat ist die Oper. Nun hat die St. Kathreinerin Sieglinde Feldhofer aber einen Gastauftritt im Fernsehen.

 

Sieglinde Feldhofer, Tochter eines Schmiedes und einer Musiklehrerin in St. Kathrein am Hauenstein, ist einer der Jungstars der Grazer Oper. Am Mittwoch hat sie als Mordverdächtige ein Gastspiel bei Soko Donau (20.15 Uhr, ORF eins).

Frau Feldhofer, wie kamen Sie zu der Rolle in der Serie?

SIEGLINDE FELDHOFER (lacht): Das wüsste ich auch gerne. Es kam völlig überraschend. Ich bekam ein E-Mail, bei der Betreffzeile dachte ich schon, das sei wieder so ein Spammail wie "Sie haben eine Million gewonnen" und wollte es schon löschen. Aber dann habe ich es genauer durchgelesen. Jedenfalls bot man mir an, die Rolle einer des Mordes verdächtigen Sängerin bei Soko Donau zu spielen.

Wie haben Sie reagiert?

FELDHOFER: Ich habe zurückgeschrieben, dass ich prinzipiell schon Interesse hätte. Ich dachte gar nicht, dass daraus etwas wird oder dass ich wenigstens vorsprechen muss. Aber nichts! Wir haben ein paar Mal telefoniert, dann las ich das Drehbuch, lernte meine Rolle und nach zwei Drehtagen war es vorbei.

Welche Rolle spielen Sie denn?

FELDHOFER: Ich bin die Geliebte eines wohlhabenden Konditoreibesitzers in Bad Ischl. Dieser wird ermordet und ich stehe unter Verdacht. Ich spiele da nur eine kleine Rolle unter vielen.

Wie lief es vor der Kamera?

FELDHOFER: Das ist ganz anders als auf der Bühne. Dauernd stehen zehn, zwanzig Leute ganz nah um dich herum, die gleiche Szene wird einmal in Nahaufnahme, einmal in der Totale gedreht. Das war schwierig. Die Oper erlebe ich viel intimer, da bin ich auf der Bühne, sehe das Publikum ja nicht und da habe ich drei Stunden Zeit, mich auf die Rolle einzulassen. Ich habe großen Respekt vor den Filmschauspielern.

Gespannt aufs Ergebnis?

FELDHOFER: Ja, total. Aber ich werde am Mittwoch gar nicht fernsehen können, ich habe eine Probe.

Film, wär' das was für Sie?

FELDHOFER: Mein Leben gehört der Bühne, ich kann mir nichts anderes vorstellen. Sicher, wenn noch einmal ein Angebot käme, warum nicht? Aber im Prinzip ist es die Opernbühne, wo ich mich wohlfühle und mich verwirklichen kann. INTERVIEW: ULLA PATZ

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