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Nach der Fusion

Stainz legt Fokus auf Stärkung des Zentrums

Ein Jahr nach der Gemeindefusion hat die Marktgemeinde Stainz Verwaltung und Altstoffsammlung im Zentrum konzentriert. Langfristig soll auch die Peripherie davon profitieren. Von Robert Lenhard

Bürgermeister vor und nach der Fusion: Walter Eichmann (VP) regiert in Stainz mit absoluter Mehrheit
Bürgermeister vor und nach der Fusion: Walter Eichmann (VP) regiert in Stainz mit absoluter Mehrheit © Robert Lenhard
 

Vor exakt 427 Tagen wurden die sechs Gemeinden Stainz, Stainztal, Georgsberg, Marhof, Rassach und Stallhof zur gemeinsamen Marktgemeinde Stainz verschmolzen. Seitdem blieb in der mit über 8500 Einwohnern zweitgrößten Gemeinde des Bezirks Deutschlandsberg kein Stein auf dem anderen.
Die gesamte Verwaltung wurde im Zentrum zusammengezogen. Weil nicht alle 18 Mitarbeiter im Rathaus Platz fanden, wurde das „Boarbäck-Haus“ gegenüber angemietet und zu einer Bürgerservicestelle umgebaut. „Kommunikation ist das Um und Auf. Deshalb haben wir die Verwaltung an einem Ort konzentriert“, argumentiert Bürgermeister Walter Eichmann (VP).

Was aber auch bedeutet, dass Bürger von der Peripherie zur Erledigung ihrer Amtsgeschäfte weitere Wege in Kauf nehmen müssen als bisher. Das gilt auch für die Entsorgung von Altstoffen und Sperrmüll, die an das private Transportunternehmen Sommer in Stainz ausgelagert wurde. „Manche müssen jetzt zwar weiter fahren, dafür können Sie ihren Müll täglich innerhalb der Öffnungszeiten der Firma entsorgen“, überwiegen für Eichmann die Vorteile. Die Abrechnung erfolgt über eine „Bürgercard“, die dieser Tage ausgegeben wird. Das erst 2013 errichtete Altstoffsammelzentrum in Stainztal soll noch bis Sommer offen bleiben.

Überflüssige Infrastruktur wird abgestoßen

Dann soll auch dieses – wie die restlichen nicht mehr benötigten Objekte – verwertet werden. Einige, wie das Gemeindeamt Stallhof oder der Bauhof Georgsberg sind bereits vermietet. Die Bauhöfe Stainz (Fuhrpark) und Rassach (Inventar für Veranstaltungen) bleiben in Gemeindenutzung.

In der Endphase befindet sich derzeit die Suche nach einem neuen Gemeindewappen. Mit der Fusion verloren die Wappen aller Altgemeinden ihre Gültigkeit. Seit Kurzem liegt ein Entwurf des Landesarchivs für das neue Stainzer Wappen vor. Die sechs Seeblätter stehen symbolisch für jeden Ortsteil. Ordensstern, Rad und Richterschwert wurden aus dem alten Stainzer Doppelsiegel übernommen.

 

Landesarchiv Steiermark
Entwurf des neuen Gemeindewappens von Stainz. Die sechs Seeblätter stehen symbolisch für jeden Ortsteil © Landesarchiv Steiermark

Abgeschlossen werden soll heuer auch die Planung des neuen Hauptplatzes, damit 2017 die Bagger anrollen können. „Wir müssen noch einen Kompromiss zwischen wirtschaftlicher und touristischer Nutzung finden“, erklärt Eichmann.

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