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St. Martin/Sulmtal

Lkw-Unfall: Einsatzkräfte sprechen von einem kleinen Wunder

Drei Stunden dauerte die dramatische Rettungsaktion für einen 24-jährigen Lkw-Lenker, der mit den Beinen unter seinem Schwerfahrzeug eingklemmt war. Der Mann erlitt nur leichte Verletzungen. Von Wilfried Rombold

Einsatzfoto
Mit einem Kranwagen musste das Führerhaus angehoben werden © BVDL
 

"Der Mann kann seinen zweiten Geburtstag feiern", sagt der ermittelnde Polizeibeamte aus Wies. "Dass das für ihn so glimpflich ausgeht, hätte ich mir gestern Nacht nicht zu sagen getraut", sagt Alfred De Corti, Kommandant der Feuerwehr Dietmannsdorf. Beide nennen es ein kleines Wunder, dass ein 24-jähriger Lkw-Fahrer aus Wies einen spektakulären Unfall am Montagabend nur leicht verletzt überstanden hat. Drei Stunden lang war der Weststeirer unter dem Führerhaus seines Lkw eingeklemmt gewesen.

Der Unfall an der Kreuzung der B 74 mit der L 605 in Graschach (Gemeinde St. Martin/Sulmtal) hatte sich laut Polizei so zugetragen: Eine 71-jährige Autolenkerin wollte nach links in die Bundesstraße einbiegen, dabei kollidierte sie zuerst mit dem mit Holz beladenen Lkw-Zug und anschließend mit dem Auto eines 66-Jährigen aus dem Bezirk Leibnitz. Durch den Anprall geriet der Lastwagen ins Schleudern, stürzte über die Straßenböschung und verlor seine Ladung - tonnenweise Rundhölzer.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich die beiden Autolenker inzwischen selbst aus ihren Fahrzeugen befreien können. Sie waren leicht verletzt und wurden vom Roten Kreuz ins LKH Deutschlandsberg eingeliefert. 

Autowrack
Auch zwei Pkw waren in den Unfall verwickelt Foto © BVDL

Äußerst schwierig gestaltete sich jedoch die Rettung des 24-jährigen Lkw-Lenkers aus Wies. Er war mit beiden Beinen unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Mit hydraulischen Rettungsgeräten versuchten die Helfer den Mann zu befreien - vorerst ohne Erfolg. Zu stark war dsa Führerhaus deformiert, zu groß das Risiko für den eingeklemmten Lenker. Es mussten daher das schwere Rüstfahrzeug der Feuerwehr Eibiswald und ein 40-Tonnen-Autokran einer Privatfirma von der Koralmtunnel-Baustelle angefordert werden, um das Schwerfahrzeug anzuheben. In mühevoller Kleinarbeit konnte der Fahrer so in einer über drei Stunden dauernden Rettungsaktion von den Feuerwehrleuten befreit werden.

Der 24-Jährige, der während der ganzen Rettungsaktion bei Bewusstsein war und vom Notarzt versorgt wurde, wurde zunächst ins LKH Graz eingeliefert. Dort konnte man keine schweren Verletzungen feststellen. Schon im Laufe des Dienstags soll er wieder ins LKH Deutschlandsberg überstellt werden.

 

Rettung
Rund 70 Feuerwehrleute waren insgesamt eingesetzt Foto © BVDL

Die Arbeiten an der Unfallstelle dauerten noch bis Mitternacht an. Insgesamt waren sechs Feuerwehren (Dietmannsdorf, St. Martin/S, St. Ulrich im Greith, Deutschlandsberg, Wies) mit rund 70 Kräften und das Rote Kreuz mit dem Notarztwagen und vier Rettungsfahrzeugen im Einsatz.

Kommentare (3)

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Björn89
9
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Unfallstelle

Dort hat es ausgesehen wie in einem Schlachtfeld

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u1zdhlprxrm8fu8u6u58px2dagm07cgv
15
0
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?... wie in einem Schlachtfeld

Was ist "ein Schlachtfeld"?

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IngMacher
2
1
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blöde Frage!

.., und ein "Schlachtfeld" hat nichts mit einer normalen Metzgerei gemein, ...

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