HeimschuhForschungsprojekt stellt Weichen für Energie-Zukunft

Das Projekt „Blockchain Grid“ zeigt das Potential der Energiewelt von morgen auf. Mit eigener Photovoltaikanlage kann überschüssiger Strom verkauft, verschenkt oder in Gemeinschaftsspeichern einspeichert werden.

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Christian Purrer, Karl Posch, Martin Graf und Theresia Vogel © Daniela Winkler
 

Seit vier Jahren ist Heimschuh der Mittelpunkt eines Energieprojektes, das den Energiemarkt wesentlich verändern soll. Von 2017 bis 2019 wurde ein zentraler Gemeinschaftsspeicher für Photovoltaik-Strom von Privathaushalten erprobt. Anschließend wurde das Forschungsprojekt „Blockchain Grid“ in die Praxis umgesetzt - 12 Haushalte testeten den „Insel-Handel“ von Sonnenstrom. Was das bedeutet? "Wer mit der eigenen Photovoltaikanlage zu viel Strom erzeugt, kann den Überschuss direkt an seine Nachbarn verkaufen, verschenken oder in den Gemeinschaftsspeicher einspeichern", erklären die Vorstände der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf, "oder aber man kann ihn selbst bei eigenen Anlagen an anderen Standorten nutzen."

Möglich wird das durch den Einsatz des gemeinsamen Batteriespeichers und die Blockchain-Technologie (Anmerkung: Technologie, die sichere, nicht manipulierbare Transaktionen im Netz ermöglicht). "Heimschuh ist dadurch eine der ersten „Energy Communities“ in Europa, also eine lokale Energiegemeinschaft", erklären die beiden Vorstände weiter. Solche Inseln sollen lokal erzeugte Energie auch vor Ort speichern und verbrauchen können - und somit weitgehend unabhängig von externen Stromquellen zu werden.

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