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Staus auf der A9 zwischen Graz und LeibnitzBinnen fünf Jahren stieg der Verkehr um 20 Prozent

Staus und zähflüssiger Verkehr: In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Fahrzeuge auf den Autobahnen und Zubringern in der Süd- und Weststeiermark sowie im Süden von Graz stark an. Es gibt Ausbaupläne für die Straßen. Aber reichen diese?

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Staus und zähflüssiger Verkehr auf der A9 im Süden von Graz: Ein Bild, an das man sich gewöhnen muss? © Wieser
 

Der Dienstag nach Pfingsten hatte es für die Pendler aus der Region wieder einmal in sich: Zähflüssiger Verkehr auf der Autobahn von Wildon bis zum Kreisverkehr Graz-Webling. Von dort ging es nur langsam weiter Richtung Stadtmitte – wie auch in den anderen Einfahrtsstraßen von Graz. Auch bei Lannach Richtung A 2 kam und kommt man zu den viel zitierten Stoßzeiten oft nur stockend weiter. Am Heimweg nach der Arbeit ein ähnliches Bild. Der subjektive Eindruck: Der Verkehr nahm in den letzten Jahren in der Süd- und Weststeiermark stark zu.

Kommentare (18)

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paulrandig
3
10
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Wir leben immer noch am Anfang des Jahrhunderts. Allerdings des letzten...

Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts ist nachgewiesen, dass der Ausbau einer Verkehrsart mehr Verkehr dieser Art erzeugt.
Die Schweizer haben das schon lange durchschaut.
In Zürich wurde angesichts des täglichen Staus abgestimmt, ob...
(a) die S-Bahn oder...
(b) die Autobahnzubringer...
...ausgebaut werden sollten. Die S-Bahn wurde gewählt, massiv ausgebaut und ist jetzt unglaublich beliebt und frequentiert, während die Autobahn immer noch an ihrer Kapazitätsgrenze staut.
Wäre die Autobahn ausgebaut worden, würde sie heute eben auf doppelt so vielen Spuren an ihrer Kapazitätsgrenze stauen, und die Leute, die heute mit der Bahn fahren, säßen mittendrin.
Hierzulande legen sich die südlichen Umlandgemeinden, die teilweise zu den reichsten Österreichs gehören, stur quer, wenn es nur um darum geht, eine Buslinie aus der Stadt weiterzuführen. Weil dafür gibt's weder Geld noch Platz, sorry...

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stierwascher
0
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Seit 1985 hat sich KfZ-Bestand in Österreich verdoppelt!

1985 waren in Österreich 2,53 Mio. Kfz zugelassen. Heute sind es doppelt so viele. Wer sich über Verkehrsdichte aufregt, muss an diese Tatsache denken.
Heute kommen auf 1.000 Einwohner 563 Autos, 1985 waren es noch 335.

Verkehr ist selbst gemacht, dazu kommen noch fehlende Raumordnung und Alternativen zum Individualverkehr. Breitere Straßen lösen nicht wirklich viel.

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Sam125
0
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20 % mehr Verkehr! Bedeutet nicht mehr Bevölkerung, einfach auch mehr Verkehr?

Und wenn die Menschen aus den Städten "fliehen" müssen , ob mit Absicht,oder weil sie in den Ballungszentren keine leistbaren Grundstücke mehr kaufen können, da wie zB hier in Graz, durch die die Umwiddmung der noch so kleinen Grundstücke, es zu extremen Preiserhöhung aller Eigentumswohnungen und Grundstücke gekommen ist! Auch die Mieten sind dadurch drastisch gestiegen! Also die Leute sind aufs Land gezogen, da es in den Städten für die normale Bevölkerung zu teuer geworden ist, aber ihre Arbeitsstelle ist weiterhin in der Stadt und der öffentliche Vehrkehr lässt auch zu wünschen übrig und in jeder Familie gibt es nun mindestens 2 Auto um zur Arbeit fahren zu können und auch um die Kinder zu ihren Terminen bringen zu können! ......! Da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz!

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duerni
4
3
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Das Thema ist "Stau auf der A9 ..." .....

und nun reden wir über Eigentumswohnungen und Zersiedelung unserer Landschaft. Verkehr ist die Anzahl aller bewegten (Verkehrs-) Mittel um von A nach B zu kommen. Ist die Anzahl für die vorhandenen Straßen zu groß führt das zum Stau. Es geht also NUR um die Anzahl der Fahrzeuge - den Durchsatz der vorhandenen Straßen zu erhöhen, erhöht bekanntlich wieder die Anzahl - "Katze in den Schwanz beißen".
Wie man diese Anzahl an "Mittel" reduzieren kann, sprengt diesen Kommentar bei weitem.
Wie sagt Schwarzenegger - "take Aktschn".

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calcit
2
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Die Rechnung stimmt so nicht ganz...

...erstens kostet Pendeln auch Geld, wenn man nämlich korrekt betriebswirtschaftlich rechnen würde und nicht nur die Treibstoffkosten. Zweitens liegt es auch an den Umlandgemeinden die eigentlich billig Baugrund verschleudern, enorme Flächen zubetonieren lassen um mehr und mehr an Zuzug zu erreichen und immer mehr an Landschaft wird im Umland zersiedelt weil raumordnerische Vorgaben fehlen und nicht eingehalten werden. Und dann ist es auch so, dass sich die Umlandgemeinden in keinster Weise am Regionalverkehrskonzept beteiligen - die Hauptlast hat Graz zu tragen... Und so billig sind die Wohnung und Eigenheime auch nicht...

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Hieronymus01
9
4
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Graz ist eine Autostadt

Wenn man das Limd beim Namen nennt, währe es kontraproduktiv wenn man gegen den Autoverkehr Politik macht. Es hängen ka so viele Arbeitsplätze an der Autoindustrie.
Ist traurig, ist aber so.
Und kein Politiker hat sp grosse Eier der sagen würde die Autobranche ist eine Sackgasse die keine Zukunft hat.

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Mein Graz
3
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@Hieronymus01

Wer sagt, dass Graz eine "Autostadt" bleiben muss? Gerade in Graz, das in einer Kessellage liegt, müsste dringend ein Umdenken erfolgen.

Es geht auch nicht um Arbeitsplätze in der Autoindustrie, sondern darum, ob eine Stadt, ein Bezirk, lebenswert ist, bleibt oder werden soll.

Es stimmt, dass die Politiker nichts tun, weil sie um die Stimmen der unbekehrbaren Autofahrer bangen. Und das ist der Punkt, wo angesetzt werden könnte: wird der öffentliche Verkehr attraktiver steigen die Leute auch eher um.

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winanwin
6
11
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In der gegen gibt es die S-Bahn, ein Top Angebot

Aber auch diese Region wird sicher der ÖV verbessert, wer sich hierzu erkundigt, in der Region Graz-Weiz kommt ein top Angebot. Die Leute müssen nur das ganze nutzen, sonst bringt das Angebot nix.

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Mein Graz
3
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@winanwin

Top-Angebot? Ich kenne die Verbindungen nach Süden zu wenig, um das beurteilen zu können.
Ich weiß nur eines: wenn man von Graz auspendelt und Schicht arbeitet und vor 6 Uhr in der Früh beginnt ist das Angebot bei den Öffis meist nicht ausreichend. Desgleichen wenn man bei der 2. Schicht nach 22 Uhr aufhört, man kommt kaum oder mit ewig langen Fahrzeiten ans Ziel.

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winanwin
1
4
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Wie früh braucht man die Verbindung?

Als Beispiel:
Früheste Kurs:
S5 Graz - Spielfeld:
Graz ab 4:21 Ankunft Spielfeld: 5:17
Spätester Kurs:
Graz Ab 0:08 Ankunft Spielfeld 0:57

Spielfeld Graz:
Frühester Kurs: ab 3:52 - an 4:42
Spätester Kurs ab 22:09- an 22:59

Aber der Stau entsteht ja eh nicht zu diesen Randzeiten, sondern zu Zeiten wo dann Bus und Bahn ganz gut fahren...

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Mein Graz
0
2
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@winanwin

Ich betonte, dass ich diese Verbindungen zu weig kenne.
Ich meinte den öffentlichen Verkehr insgesamt.
Versuch einmal, vor 5 Uhr früh von Graz z. B. nach Wünschendorf zu kommen bzw. nach 23 Uhr zurück. Das ist nicht unmöglich aber fast unzumutbar.

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duerni
3
6
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Breite Strassen ziehen den Verkehr an, hohe Benzinpreise nützen .......

........ gar nichts. Auch E-Mobile nützen hier klarerweise nichts!
Was nützt ist weniger Verkehr. "Globalisierung im Kleinen" ist gleich schädlich, wie jene die den ganzen Globus betrifft. Die Politik ist hier schon lange gefordert - es geschieht aber nichts.
Um was geht es? Es geht um die Position von Job und Wohnung und Art der Tätigkeit. Studien haben ergeben, dass - in Schnitt - jede dritte Tätigkeit in Bezug auf den Arbeitsplatz "flexibel" wäre.

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Mein Graz
3
18
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Steckt das Geld besser in den Ausbau der Öffis!

Ich bin "privilegiert" und wohne am Stadtrand mit einer tollen Anbindung der Öffis ins Zentrum. Heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen, mit dem Auto (so ich eines hätte, bei Bedarf leihe ich mir eines aus) in die Stadt zu fahren.

Ich bin überzeugt, dass viele, die außerhalb der Stadt wohnen, mit den Öffis fahren würden - wäre das Angebot bei einem vernünftigen Preis vorhanden.
Man fährt ohne Stress, hat Zeit was zu lesen, zu lernen (Schüler, Studenten) oder sogar zum Arbeiten. Man spart zwar keine Zeit, aber Nerven.

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helga.zuschrott
6
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ausbaupläne angesichts unserer klimasituation einfach irre!

was es braucht? rückbau des straßennetzes für individ. autoverkehr - massive steigerung im bereich der nachhaltigen mobilität, wie öffentl. verkehr, fußverkehr, radverkehr .....
wir müssen runterkommen von immer mehr an CO2-ausstoß hin zu bei weitem weniger.
es braucht hier mut und entschlossenheit für unsere zukunft die unserer nachkommen!

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stprei
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Metropolregion

Evident ist, dass es immer mehr Leute in die Nähe der Großstädte zieht. Und im Bezirk Leibnitz verwirklichen sich viele den Traum vom (in Graz nicht leistbaren) Haus mit Garten. Das sind nun einmal zwei Autos pro Familie, die alle in Graz arbeiten.

Man muss die Öffis stärken (der S-Bahn Takt ist teilweise unbrauchbar), vergünstigen (Jahreskarte Graz-Leibnitz € 1.024, also zwei Drittel eines durchschnittlichen Netto-Lohns) und die P+R-Angebote verbessern. Da hilft kein höherer Benzinpreis.

Leider sind auch die Initiativen wieder versandet, mit denen man versucht hat, öffentliche Stellen und Abteilungen mehr in die Regionen zu bringen, um diese zu stärken. Heute kann es mit Teleworking kein Problem mehr sein, dass ein Teil der Arbeit auch von Zuhause erledigt wird.

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sugarless
13
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nur über den Preis

diese wahnwitzige Zunahme des Verkehrs kann man leider nur über den (Benzin) Preis regeln, um sinnlose Autofahrten in Zukunft zu vermeiden: Kinder werden in 800 Meter entfernte Schulen geführt, Jugendliche fahren am Wochenende(einziges Hobby?) sinnlos im Kreis in Einkaufszentren...
Der Stellenwert der Autos ist in Österreich noch immer erschreckend hoch.

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Mein Graz
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@sugarless

Ich bin nicht deiner Meinung.
Die Zunahme des Verkehrs kann m.E. auch über besser ausgebaute Öffis mit akzeptablen Preisen eingedämmt werden.
Denn: wohnt man außerhalb eines Ballungszentrums wie etwa Graz und muss täglich zur Arbeit, dann überlegt man sich, ob man lieber im Stau steht und dann vielleicht auch noch für den Parkplatz bezahlen muss oder ob man nicht gleich in ein attraktives (!!!) öffentliches Verkehrsmittel steigt, seine Sorgen ums Auto ablegt und gemütlich bei einem guten Buch in die Stadt kommt.

Was mir an deinem Posting auch nicht gefällt:
Du schreibst über Kinder, als ob es deren Schuld wäre, in die Schule geführt zu werden. Ein besserer Ansatz wäre doch: Eltern führen i die Kinder 800 m in die Schule...
Und Jugendliche, die am WE sinnlos im Kreis fahren: woher haben sie das Auto?

Dass Erwachsene oft kürzeste Strecken für 10 Semmeln oder 1 l Milch fahren, aus Bequemlichkeit lieber vor der Tür ins Auto steigen als einmal 5 Minuten zu gehen bleibt unerwähnt bei dir.

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sugarless
0
4
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Viele Beispiele

Ja es gäbe noch viele Beispiele für sinnlose Fahrten, aber wir alle müssten was ändern, auf politische Maßnahmen zu warten dauert schon viel zu lange

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