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FernsehauftrittRechnung über 11.400 Euro fürs Wasser

Das Ehepaar Jegel aus Lebring-St. Margarethen fiel aus allen Wolken, als die Wasser- und Kanalrechnung ins Haus flatterte. ATV greift das Thema heute Abend um 21.20 Uhr in „Mein Recht“ auf.

Jurist Christian Horwath (links) und das Ehepaar Jegel aus Lebring-St. Margarethen beim ATV-Dreh
Jurist Christian Horwath (links) und das Ehepaar Jegel aus Lebring-St. Margarethen beim ATV-Dreh © ATV
 

Es ist wohl der Albtraum jedes Hausbesitzers, den das Ehepaar Jegel aus Lebring-St. Margarethen erlebt: Im Vorjahr flatterte von der Gemeinde eine Wasser- und Kanalrechnung für das Jahr 2016 über sage und schreibe 11.400 Euro ins Haus. Das entspricht einem Verbrauch von 3,2 Millionen Liter Wasser. „Das Wasser haben wir niemals verbraucht“, ist sich Christian Jegel sicher. „Das würde bedeuten, dass ich meinen Pool alle drei Tage hätte anfüllen und gleichzeitig wieder entleeren hätte müssen, um auf dieses Volumen zu kommen. Böse Zungen behaupten sogar, ich hätte das Wasser heimlich abgefüllt und verkauft. Das ist natürlich Blödsinn.“

Jegel, der die Ursache für den abartig hohen Wasserverbrauch in den veralteten Wasserleitungen der Gemeinde sieht, habe sich daraufhin an die Gemeinde gewandt. Diese ließ seinen Wasserzähler überprüfen. Doch damit sei laut dem Hersteller-Gutachten alles in Ordnung gewesen. Woraufhin die Gemeinde bei der Forderung blieb. „Von unserer Seite gab es keine Unzulänglichkeiten. Alles ist überprüft worden“, sagt Franz Labugger, Bürgermeister von Lebring-St. Margarethen, der zugleich auch für das örtliche Wasserwerk zuständig ist.

Hilfe bei ATV gesucht

„Wir haben immer wieder Fälle, in denen zum Beispiel das Überdruckventil nicht entsprechend gewartet war und unbemerkt Wasser direkt in den Kanal floss. In dieser Größenordnung ist das aber noch nie vorgekommen.“ Herrn Jegel habe man – auf Gemeinderatsbeschluss hin – das Angebot gemacht, ihm die Hälfte der Kanalgebühr, die ja einen Teil der Kosten ausmacht, zu erlassen. „Ich verstehe Herrn Jegel ja, aber mehr können wir nicht machen. Das Wasser ist über den Zähler gelaufen.“, sagt Labugger. Auf das Angebot habe dieser sich allerdings nicht eingelassen. In seiner Verzweiflung wandte sich Christian Jegel an den Fernsehsender ATV-Jurist Christian Horwath ging dem Fall in der Sendung „Mein Recht - ich geb nicht auf“ auf den Grund. Gedreht wurde ab August 2017, ausgestrahlt wird die Sendung heute um 21.20 Uhr auf ATV.

„Rechtlich sieht es wohl nicht so rosig aus für mich. Hätte ich einen offensichtlichen Mangel, wie etwa einen Rohrleitungsschaden, dann würde das die Versicherung zahlen“, sagt Christian Jegel. „So aber bleibe ich wohl oder übel auf der Rechnung sitzen.“

Auf die Sendung ist Bürgermeister Franz Labugger übrigens selber gespannt. „Ich habe ja ebenfalls ein Interesse daran, dass das möglichst viele Menschen sehen und daran erinnert werden, dass sie zum Beispiel ihren Zähler regelmäßig überprüfen.“ Und was den konkreten Fall angeht, fügt er hinzu: „Ich gehe davon aus, dass Herr Jegel das Gespräch sucht.“

Kommentare (4)

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calcit
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Nun, die Abrechnung wird wohl anhand einer geeichten Wasseruhr erfolgt sein...

...oder nicht? Und ist eigentlich für das Leitungsnetz nach der Wasseruhr nicht der Haus oder Grundeigentümer zuständig? Und wen dort ein Leitungsschaden vorliegt nicht auch der Grundeigentümer bzw. Hausbesitzer? Wenn dem so ist warum sollen die Kosten dann auf die Gemeinde bzw. die Allgemeinheit überwälzt werden?

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REPR1984
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Pflichte ich bei....

Ich finde auch, dass hier der falsche Weg ist, den Schaden hier auf die Gemeinschaft abzuwälzen.
Immerhin ist so ein Wasserverband in der Regel nicht auf Gewinn ausgerichtet, und so müssten dann die Kosten halt von allen anderen Kunden mitgetragen werden, irgendwo muss das Geld ja herkommen...
Und die viele moderne (automatische) Technik birgt eben auch Risiken dafür.
Diese kann man natürlich versichern, oder aber durch höhere Sorgfalt (öfter nachschauen) minimieren...

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hermannsteinacher
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6
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Es lohnt sich,

in gewissen Abständen die Wasseruhr abzulesen.

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calcit
1
10
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Wir selbst hatten einen Wasserrohrbruch und etliche m³ an Trinkwasser...

...sind ausgetreten. Natürlich wurde das (Mehr-)Wasser auch verrechnet, aber diese Mehrkosten deckte die Versicherung ab...

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