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Stainz

Hauptplatz wird zur Begegnungszone

Im nächsten April fällt der Startschuss für die Neugestaltung des Hauptplatzes von Stainz. Die mehr als einjährige Bauphase wird zur Herausforderung.

Blick in die Zukunft: Der neue Hauptplatz von Stainz soll sich als aufgeräumte Begegnungszone mit hoher Aufenthaltsqualität präsentieren
Blick in die Zukunft: Der neue Hauptplatz von Stainz soll sich als aufgeräumte Begegnungszone mit hoher Aufenthaltsqualität präsentieren © Büro 3:0
 

Ideen und Versuche, das Zentrum von Stainz zu modernisieren, gab es schon viele. Der große Wurf blieb bislang aber aus. Nun ist es tatsächlich soweit: Mitte Dezember gibt der Gemeinderat offiziell grünes Licht für die Neugestaltung des Hauptplatzes. Anfang des neuen Jahres soll die Ausschreibung erfolgen, der Baustart wurde für den 3. April festgelegt. Spätestens Mitte 2018 soll dann der Stainzer Hauptplatz in einem zeitgemäßen und multifunktionalen Gewand erstrahlen. Geschätzte Kosten: rund 2,5 Millionen Euro.

Eine Menge Geld, die laut Bürgermeister Walter Eichmann (VP) aber gut investiert ist: „Das ist ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte. Dementsprechend sorgfältig und gewissenhaft waren und sind wir bei der Vorbereitung.“ Vor etwa zwei Jahren wurden die ersten Planungen aufgenommen. Wirklich konkret wurde es im heurigen Frühjahr, als vier Architektenteams zu einem Wettbewerb eingeladen wurden. Nach eingehender Begutachtung erhielt das Büro „3:0 Landschaftsarchitektur“ in Wien den Zuschlag. „Unsere Vorgabe war, den Hauptplatz zu entrümpeln und zu beleben. Das haben sie am besten umgesetzt“, so Eichmann.

Hindernisse verschwinden

Zentrales Element in den Überlegungen der siegreichen Architekten war es, den Hauptplatz in eine attraktive Begegnungszone zu verwandeln. Straßen-, Fußgänger-, und Öffentlicher Verkehr sollen möglichst gleichberechtigt stattfinden. Um das zu erreichen, wird der gesamte Hauptplatz barrierefrei errichtet. „Es gibt nur ein Niveau, die Stufen verschwinden“, erklärt Eichmann. An der Verkehrsführung ändert sich wenig, Fahrzeuge dürfen künftig aber nur noch Längsparken. „Dadurch gehen nur vier Parkplätze verloren, die wir mit einer Öffnung des alten GKB-Platzes vom Zentrum aus aber mehr als kompensieren. Dafür schaffen wir mehr Platz für Aufenthalts- und Veranstaltungsbereiche“, erläutert Eichmann.
Optisch besticht der neue  Hauptplatz durch eine ockerfarbige Oberfläche aus Natur- und Betonsteinen. Rund um die Mariensäule wird es einen versenkten und abschaltbaren Springbrunnen geben. Auch für ausreichend Grünflächen und Sitzgelegenheiten ist gesorgt.

Der Springbrunnen wird zur Mariensäule verlegt und im Boden versenkt
Der Springbrunnen wird zur Mariensäule verlegt und im Boden versenkt Foto © Büro 3:0

Wirtschaft hat Bedenken

Die Aussicht auf mehr als ein Jahr Baustelle sorgt in Stainz aber nicht nur für Freude. Vor allem Bewohner und Wirtschaftstreibende haben große Bedenken. „Natürlich gibt es durch die Arbeiten Einschnitte. Der Hauptplatz wird aber bis auf wenige Ausnahmen immer befahrbar sein, jedes Geschäft ist erreichbar, auch Parkplätze gibt es genug. Am Ende des Tages haben wir einen stark aufgewerteten Hauptlatz, von dem alle profitieren“, ist Eichmann überzeugt. Große Veranstaltungen wie die traditionellen Schilchertage sollen während der Bauarbeiten auf den Bereich Rathausplatz-Sparkassenplatz verlegt werden.

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