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Masche erinnert an Bande"Frau Müller" wollte am Telefon Geld von Jennersdorfer Pfarrer erbeuten

Die Frau behauptete, ihr Mann und ihr Kind seien bei einem Unfall gestorben. Dem Pfarrer kam das komisch vor, er erstattete Anzeige. Der Fall erinnert die Polizei an die Masche einer Bande, die vor zehn Jahren rund 200 Pfarrer kontaktiert hatte. Hinweise sind erbeten.

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Der Pfarrer wurde telefonisch kontaktiert © Fotowerk Fotolia
 

Am Dienstag am Nachmittag (13. Juli) versuchte eine unbekannte Täterin, per Telefon Geld von einem Pfarrer im Bezirk Jennersdorf zu erlangen. Die Dame stellte sich dem Pfarrer zufolge telefonisch als „Maria Müller“ vor. Diese teilte ihm mit weinerlicher Stimme mit, dass ihr Kind und ihr Mann bei einem Verkehrsunfall in Siebenbürgen in Rumänien tödlich verunglückt seien und sie daher Geld benötigte. Nach genauen Rückfragen des Pfarrers kam ihm das verdächtig vor und er erstattete Anzeige bei der Polizei in Jennersdorf.

Ähnliche Serie gab es vor zehn Jahren

Durch den Vorfall wurde den Beamten ein sehr ähnlicher Tatbestand in Erinnerung gerufen, der schon vor etwa zehn Jahren von vermutlich einigen Mitgliedern dieser Betrügerbande angewandt wurde, heißt es von der Polizei.

Der Tätergruppe wurden damals 80 Fälle in ganz Österreich nachgewiesen, wobei die Betrüger mit cirka 200 Pfarrern telefonisch Kontakt aufgenommen hatten. Auch in diesen Fällen rief eine gut deutschsprechende Frau „Maria Müller“ an und erlangte auf die gleiche Weise mit ihren mitleiderregenden Telefongesprächen betrügerisch Geld von den Opfern. Der gesamte Schaden belief sich damals auf einen niedrigen fünfstelligen Eurobereich.

Der Drahtzieher der Bande wurde einige Zeit später über Haftbefehl ausgeforscht und festgenommen.

Hinweise erbeten

Die Polizei bittet gleiche oder ähnliche betrügerische Handlungen unter der Telefonnummer 059/133 oder bei der nächsten Polizeiinspektion zu melden.

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