Unwetterfront Sturm, Starkregen und Hagel suchten den Südosten heim

Donnerstag am Abend zog eine Kaltfront mit Unwettern über die Südoststeiermark. Die Einsatzkräfte hatten in erster Linie im Süden mit entwurzelten Bäumen zu kämpfen. Für den heutigen Freitag geben die Meteorologen noch keine Gewitter-Entwarnung.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Die Feuerwehren mussten primär wegen entwurzelter Bäume ausrücken © FF Bad Radkersburg
 

Donnerstag am Abend gegen 20 Uhr traf die angekündigte Unwetterfront in der Südoststeiermark ein. Hart traf es vor allem den südlichen Raum. 17 Feuerwehren aus dem Bereichsfeuerwehrverband Radkersburg mussten binnen 35 Minuten zu Unwetter-Einsätzen ausrücken.

"Ein großer Gewitterschirm ist von Italien über Slowenien nach Osten gezogen und hat die Steiermark gestreift", erklärt Alexander Podesser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg). In Bad Radkersburg hat die Zamg Windspitzen bis zu 76 km/h gemessen, ebenso gingen Hagelkörner mit einer Größe von zwei bis drei Zentimeter nieder.

Entwurzelte Bäume

"Für uns ging es vor allem darum, belegte Verkehrswege freizuräumen", erklärt Erwin Irzl, Pressebeauftragter des Abschnitts Bad Radkersburg. Die Feuerwehr Altneudörfl musste etwa ausfahren, um umgestürzte Bäume von der B69 bei Halbenrain zu entfernt. "Die Polizei hatte die Feuerwehr alarmiert", sagt Irzl, "denn dort herrschte für den Verkehr ein hohes Gefahrenpotenzial."

Insgesamt rückten die Feuerwehren Altneudörfl, Bad Radkersburg und Pridahof bis 22.45 Uhr 14 Mal aus. "Die Einsätze sind insgesamt glimpflicht ausgegangen." Im gesamten Bereichsfeuerwehrverband Radkersburg hält die Statistik bei 32 Einsätzen.

Auch die Feuerwehr von St. Anna am Aigen stand im Einsatz. "Wir sind die Straßen entlanggefahren und haben umgestürzte Bäume entfernt", schildert Kommandant Erwin Schober. Außerdem mussten das Dach eines Hauses per Plane abgedeckt werden, da der Sturm Ziegel davongetragen hatte. Aber auch St. Anna am Aigen insgesamt glimpflich davon.

Keine Einsätze in Kirchbach und Riegersburg

Kaum betroffen waren hingegen die Bereiche um Kirchbach im Westen und Riegersburg im Norden des Bezirkes. Dort berichten die Einsatzkräfte von normalen Gewittern ohne gröbere Sturmschäden und Einsätzen. "Der Sturm war schon relativ stark und der Regen für kurze Zeit heftig. Aber wir wurden zu keinem Unwettereinsatz alarmiert", berichtet Hans Jürgen Kaufmann, Pressebeauftragter für den Abschnitt Riegersburg.

Gewittergefahr noch nicht gebannt

"Die Gewittergefahr ist heute, Freitag, noch nicht ausgestanden", warnt Meteorologe Alexander Podesser. Vor allem Freitag am Nachmittag sind weitere Unwetter möglich, da sich die Schauerzellen abermals von Italien und Slowenien nach Osten verschieben.

Am morgigen Samstag sollte frischer Nord-West-Wind in die Südoststeiermark strömen. Damit ist die Gewittergefahr zumindest bis Dienstag gering.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!