Steirer des TagesSenad Halilbašić: Der Mann für die preisverdächtigen Stoffe

Senad Halilbašić ist Drehbuchautor und Kulturwissenschaftler: Aktuell läuft der Film „Me, We“ in den Kinos.

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Jüngst mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet: Senad Halilbašić © Ballguide/Christoph Kleinsasser
 

Mit Blockbusterfilmen enterte Senad Halilbašić als Jugendlicher eine neue Welt und erlebte, wie diese immer wieder aufs Abenteuerliche in den letzten Minuten gerettet wurde. Harrison Ford und Arnold Schwarzenegger, von dem er ein Autogramm bis heute in Ehren hält, mutierten zu seinen ersten Idolen, das Rechbauerkino und das frühere Royal Kino zum Fenster in die große, weite Welt. „Und dann entdeckte ich die Videothek im Rechbauerkino und die Sektion der Klassiker“, erzählt der 32-Jährige, der in Graz aufwuchs. Der 1988 in Tuzla im heutigen Bosnien und Herzegowina Geborene tauchte ins Universum von Billy Wilder und anderen Filmschaffenden im Exil ein und beschäftigte sich mit der Frage, wann ein Werk als Klassiker gilt. Aus der Leidenschaft für Filme hat Halilbašić einen Beruf gemacht: „Learning by Doing“, wie er sagt. Erste Erfahrungen sammelte er beim Nachwuchsfilmverein Loom und als Kameraassistent. Der promovierte Theater- und Kulturwissenschaftler und Postdoc-Forscher fungierte als Produzent für die preisgekrönten Kurzfilme „Wir fliegen“ von Ulrike Kofler oder „Unser Lied“ von Catalina Molina. Beim oscarnominierten Film „Alles wird gut“ von Patrick Vollrath, dem Kinohit „Die Migrantigen“ von Arman T. Riahi oder „Angriff der Lederhosenzombies“ von Dominik Hartl übernahm er die dramaturgische Beratung.

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