Steirerinnen des TagesSie unterstützen Menschen nach Schicksalsschlägen

Sie setzen gemeinsam Zeichen: Die beiden Ennstalerinnen Angelina Stadlmann und Anja Wohlmuth haben den Verein „Linja – Zeichen setzen“ gegründet.

Angelina Stadlmann und Anja Wohlmuth (rechts) © Martin Mandl
 

Wenn Angelina Stadlmann und Anja Wohlmuth davon sprechen, Zeichen setzen zu wollen, dann meinen sie das wörtlich. Nicht umsonst haben die beiden kürzlich den Verein „Linja – Zeichen setzen“ gegründet und für die zweieinhalbjährige Sofia, die an einer Autoimmunerkrankung leidet, im Rahmen einer Benefizaktion mehr als 4000 Euro eingenommen. „Wir wollten am Beginn als Privatpersonen Spenden sammeln, weil wir die Familie kennen. Das geht aber nur mit einem Verein, den wir dann natürlich gegründet haben.“

Als die 27-jährige Wohlmuth und die 35-jährige Stadlmann Bekannten und Freunden von ihren Plänen erzählt hatten, wurden sie darin bestärkt. „Und dann ist die Sache richtig ins Rollen gekommen“, erklärt Stadlmann, die als Lehrerin an der Bafep in Liezen arbeitet. „Im Leben gibt es immer zwei Möglichkeiten, Wegsehen oder Handeln. Wir haben uns für das Letztere entschieden“, ergänzt Pädagogin Wohlmuth.

Die Rückmeldungen von den mehr als 100 Besuchern der Benefizveranstaltung, bei der etwa Klaus Gösweiner (Crossing Styria) einen Vortrag hielt, motivierten die beiden Ennstalerinnen auf ihrem Weg zusätzlich. „Die Nervosität war groß, weil wir nicht wussten, wie viele Leute wir ansprechen. Aber als dann der ganze Saal voll war, war für mich klar, dass wir die richtigen Zeichen gesetzt haben“, so Wohlmuth. „Die Atmosphäre im Kulturhaus, da war so viel positive Emotion, so viel Berührendes.“ Nach wie vor würden Mails und auch Spenden bei den beiden Damen eintrudeln. „Es ist schön zu wissen, dass Menschen Solidarität zeigen. Wir sind beide baff, was da alles an sehr Persönlichem von Menschen auch außerhalb der Heimat kommt. Was Besseres hätte nicht passieren können.“

Die kleine Sofia soll nicht das letzte Zeichen sein. „Wir arbeiten bereits am nächsten Projekt“, erzählt Stadlmann. Geplant ist, ein Kind aus dem Ennstal zu unterstützen. Aufziehen wollen die beiden das wieder gemeinsam mit einer Schule. Am Benefizabend denken Stadlmann und Wohlmuth diesmal an Vorträge zu Erziehung und Pubertät.

Der Verein „Linja“, das sich aus den Worten Anja und Angelina zusammensetzt, soll übrigens wachsen. „Wir träumen groß, unsere Hoffnungen reichen bis zu den Sternen und wenn einige uns auf diesem Weg begleiten, können wir gemeinsam ein Zeichen setzen.“

Benefizabende

Das Konzept von „Linja“ sind Benefiz-Veranstaltungen, die jeweils aus Vorträgen, einem Sozialprojekt sowie einem persönlichen Teil bestehen. Zum Vereinsstart gab es Videobotschaften etwa von den Seern und Thomas Brezina.

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