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Steirer des Tages

Bühne der Wissenschaft

Bis 11. Juni macht Jörg Ehtreiber Graz zur internationalen Konferenzstadt. 1100 Experten diskutieren über moderne Wissenschaftsvermittlung. Von Katrin Schwarz

Jörg Ehtreiber weckt mit Leidenschaft Freude und Interesse an Wissenschaft und Technik © (c) Heimo Binder
 

"Ich bin seit Kindheit an ein Bastler und Tüftler“, so Jörg Ehtreiber. Eine Leidenschaft, die den Grazer sein Berufsleben lang begleitet. Zuerst bei seinem Lehramtsstudium für die Fächer Physik und Chemie, später im Technischen Museum in Wien, wohin er noch während seines Studiums geholt wurde und die Abteilung „Energie“ aufbaute.

Zur Person

Jörg Ehtreiber wurde am 9. September 1967 in Graz geboren. Er lebt in einer Partnerschaft mit einer Patchwork-Tochter.
Die Konferenz Ecsite bringt führende Experten der Forschungsvermittlung erstmals nach Österreich.

Infos unter www.ecsite.eu


„Von einem Tag auf den anderen die Verantwortung übertragen zu bekommen, war sehr herausfordernd“, so Ehtreiber. Herausgefordert hat den Grazer auch das Kindermuseum FRida & freD, dessen Leitung er 2003  übernommen hat. „Natürlich hat mich Graz gereizt, ein Museum aufzubauen, dass es noch nicht gab.“ Als kleines Haus sei man flexibel und sehr dynamisch, auch was Entscheidungen betreffe – und die geben ihm Recht: Fünf Wanderausstellungen touren aktuell weltweit.
Der Weg ins Museum war nicht immer klar: „Ich habe mich eine Zeit lang dem Schauspiel angenommen und habe auch mit einer Schauspielkarriere geliebäugelt“, so Ehtreiber. Rückblickend sei aber auch das Ausstellungswesen mit dem Theater sehr artverwandt.

„Man schafft laufend Bühnen, auf denen man zwar nicht selbst steht – aber man erzählt ebenfalls Geschichten.“
Die jüngste Herausforderung des Grazers war, gemeinsam mit dem Universalmuseum Joanneum und dem ScienceCenter-Netzwerk die Ecsite, die größte europäische Konferenz für Wissenschaftskommunikation nach Graz zu holen, was ihn auch stolz macht. 1100 Experten diskutieren bis Samstag darüber, wie Naturwissenschaften begreifbar gemacht werden können. Parallel dazu gibt es auch ein einzigartiges Projekt: „Das, worüber wir diskutieren, passiert parallel.“ - Und zwar in Form einer „Kettenreaktionsmaschine“.

Dominoeffekt. 2000 Schüler haben die „Kettenreaktionsmaschine“ in der Halle A der Grazer Messe mitgestaltet, die gestern erstmals im Rahmen einer Tagung ausprobiert wurde. 85 fantasiereiche Einzelmaschinchen arbeiteten zusammen. Interessierte können heute zwischen 13 und 17.45 Uhr beim zweiten Versuch mithelfen Foto © (c) Jürgen Fuchs

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