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Pinggau

Bevölkerung in Sorge um Landarzt

In Pinggau diskutierte eine hochkarätig besetzte Runde über die ärztliche Versorgung in der Region. Auch Gesundheitslandesrat Christopher Drexler nahm am Podium Platz. Arztstelle in Friedberg soll nachbesetzt werden. Von Franz Brugner

Eine hochkarätige Diskussionsrunde nahm im Veranstaltungszentrum Pinggau Platz
Eine hochkarätige Diskussionsrunde nahm im Veranstaltungszentrum Pinggau Platz © Franz Brugner
 

Um die ärztliche Versorgung auf dem Land ging es Mittwochabend in einer Diskussion mit Allgemeinmedizinern, Vertretern der Gebietskrankenkasse, der Ärztekammer und Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (VP) in Pinggau. Dass das Thema unter den Nägeln brennt, zeigte die Anwesenheit von rund 400 Zuhörern.

"Kein geregeltes Wochenende"

Der ortsansässige Allgemeinmediziner Winfried Koller 
übte Kritik an den finanziell relativ schlecht dotierten Kassenverträgen: „Bei einem Hausbesuch bleiben einem netto rund zehn Euro übrig.“ Die Obfrau der Gebietskrankenkasse (GKK), Verena Nussbaum, konterte, dass Ärzte laut Statistik das Vierfache des Durchschnittsgehaltes eines unselbstständig Erwerbstätigen verdienen würden. Koller wehrte sich gegen diese Vorwürfe: „Im Gegensatz zu einem Facharzt kennen wir kein geregeltes Wochenende“. Durch die enorme psychische wie physische Belastung seien die Landärzte am persönlichen Limit angelangt. „Ein bisschen leben möchte ich auch.“

Arztstelle soll besetzt werden

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler erklärte, dass man gemeinsam mit allen Systempartnern bestmögliche Lösungen für eine flächendeckende medizinische Versorgung finden müsse, die Hand in Hand mit einer Strukturreform bei den Spitälern – mehr als zehn Prozent des jährlichen Landesbudgets in der Höhe von 5,2 Milliarden Euro fließe in die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft – zu gehen habe.

Konkretes Ergebnis dieses Diskussionsabend war, dass die vakante Arztstelle im benachbarten Friedberg bald nachbesetzt werden soll.

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