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Vorau

Museum über unterirdische Gänge eröffnet

Im Stift Vorau wurde das neue "Sub Terra Museum Vorau" eröffnet. Es bietet faszinierende Einblicke in die geheimnisvolle Welt unterirdischer Steinanlagen, Felsgänge und Erdställe. Von Hubert Heine

Das Sub-Terra-Team bei der Eröffnung: Bernd Holzer, Heinrich Kusch, Obmann Johann Schweighofer und Ingrid Kusch (von links)
Das Sub-Terra-Team bei der Eröffnung: Bernd Holzer, Heinrich Kusch, Obmann Johann Schweighofer und Ingrid Kusch (von links) © Hubert Heine
 

Knapp zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Mit viel Engagement haben die Mitglieder des Vereins „Sub Terra Vorau“ rund um Obmann Johann Schweighofer das neue Museum im Waldlturm im Stift Vorau eingerichtet und nun feierlich eröffnet. Steinzeitliche Lochbeile, Spindeln, ein Drachenrelief, Schalen- und Opfersteine mit Blutrinnen sind in den Schaukästen ebenso zu bestaunen wie Gefäße aus der Römer- und Bronzezeit sowie Gebrauchskeramik aus dem Mittelalter.

Labyrinth

Heinrich Kusch, wissenschaftlicher Leiter der Ausstellung und ehemaliger Uni-Professor, erforschte gemeinsam mit seiner Frau Ingrid und dem Sub-Terra-Team die rund 350 Lochsteine und mehr als 750 dokumentierten unterirdischen Steinanlagen und Felsgänge.

Sub Terra Vorau

Das neue „Sub Terra Museum Vorau“ befindet sich im Areal des Augustiner Chorherrenstiftes.

Kontakt und Auskünfte zum Verein und zu den Führungen gibt es hier sowie bei Obmann Johann Schweighofer unter Tel. 0664-311 88 84.

Allein unter dem Stift existiert laut Heinrich Kusch ein Labyrinth an Gängen, das sich über sieben Ebenen bis in eine Tiefe von mehr als 78 Metern erstrecken soll. Die Bedeutung dieser prähistorischen Ganganlagen, die teilweise ein Alter von 10.900 Jahren aufweisen, ist bis heute unbekannt und bietet viel Raum für Spekulationen.

Begehbar

„Die Felsgänge werfen mehr Fragen auf, als Antworten dafür vorhanden sind“, sagt Heinrich Kusch. Rund acht Kilometer Wegenetz haben Kusch und sein Team freigelegt. Einige Gänge sind begehbar. Sub-Terra-Obmann Schweighofer führt Interessierte auf Anfrage gerne in die Vorauer Unterwelt. „Die Felsgänge und Erdställe sind hier überall. Sie verlaufen unter Straßen, Feldern und Wiesen und führen in Berghänge hinein“, erklärt der Hobbyarchäologe.

 

Sub Terra: Museum über die Vorauer Unterwelt

Im Areal des Augustiner Chorherrenstiftes in Vorau wurde das neue "Sub Terra Museum" eröffnet.Hubert Heine
Steinzeitliche Lochbeile, Spindeln, ein Drachenrelief, Schalen- und Opfersteine mit Blutrinnen sind hier in den Schaukästen ebenso zu bestaunen wie ...Hubert Heine
... Gefäße aus der Römer- und Bronzezeit sowie Gebrauchskeramik aus dem Mittelalter.Hubert Heine
Darüber hinaus hat das Sub-Terra-Team die mehr als 750 dokumentierten unterirdischen Steinanlagen und Felsgänge im Raum Vorau erforscht.Hubert Heine
Der Verein bietet für Interessierte auch Führungen in die Vorauer Unterwelt an. Rund acht Kilometer Wegenetz haben Heinrich Kusch, wissenschaftlicher Leiter, und sein Team bislang freigelegt.Hubert Heine
Einige Gänge sind sogar begehbar.Hubert Heine
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Hubert Heine
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Zum Beweis zieht er an einem Kanaldeckel. Die Luke öffnet sich und eine schmale Leiter kommt zum Vorschein. Ausgerüstet mit Stirnlampe und Helm steigt er ins schulterbreite Loch. Im Inneren offenbart sich dem staunenden Besucher eine faszinierende Welt mit Fledermäusen und kunstvoll gefertigten Gängen und Nischen in Trockensteinbauweise und bis zu einer Tonne schweren Überlageplatten.

„Unser Ziel ist es, dieses alte Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten und zu schützen und natürlich die Forschung voranzutreiben. Wer weiß, was hier noch alles entdeckt wird“, sagt Schweighofer, der sich schon auf neue geheimnisvolle Erkundungstouren freut.

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