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Aus dem BezirksgerichtDarum endete dieser Nachbarschaftsstreit vor Gericht

Um den Vorwurf der Verleumdung ging es vor dem Bezirksgericht Fürstenfeld. Ein Mann hatte nämlich Vermutungen geäußert, dass ihm der Nachbar das Auto zerkratzt.

Der angeklagte Pensionist wurde freigesprochen (Sujetbild)
Der angeklagte Pensionist wurde freigesprochen (Sujetbild) © Harald Hofer
 

Ein zu lautes Radio soll der Auslöser für einen Nachbarschaftsstreit gewesen sein, der nun vor Richter Martin Teppan am Bezirksgericht in Fürstenfeld endete. „Zwischen 23 Uhr und 1 Uhr Früh war es sehr laut. Und dann ist es ab 4 Uhr Früh wieder losgegangen“, sagt der, wegen Verleumdung angeklagte, Pensionist vor dem Richter. Die Musik sei von einem Nachbarn gekommen, diesen habe er dann zur Rede gestellt.

Einen Tag später habe er dann Kratzer im Lack an seinem Auto festgestellt. Er habe den Lack ausbessern lassen, doch insgesamt sieben weitere Male habe sich das Ganze wiederholt, erzählt der 77-Jährige. Sein Verdacht fiel auf den Nachbarn, bei dem er sich beschwert hatte. „Ich habe das Auto nie berührt“, zeigt sich der 28-Jährige vor dem Richter verwundert über den Vorwurf.

Anzeige erstattet

Diesen äußerte der Pensionist auf dem Parkplatz auch gegenüber einem anderen Nachbarn. In ein paar Metern Entfernung hörte das jedoch die Freundin des 28-Jährigen mit. „Er hat noch in meine Richtung gedeutet“, sagt die Frau als Zeugin. Ihr Freund erstattete daraufhin eine Anzeige, nun sieht man sich vor Gericht.

Doch der Pensionist hat Glück und wird vom Richter freigesprochen. Er bedankt sich. „Es gibt keinen Grund sich zu bedanken, denn der Freispruch ist eine Folge des Gesetzes“, erklärt der Richter dem Mann. Laut Strafgesetz gilt es nur als Verleumdung, wenn durch eine falsche Behauptung behördliche Ermittlungen ausgelöst werden.

„Das heißt aber nicht, dass sie es machen dürfen“, weist Teppan den Pensionisten hin. Hätte er nämlich seinen Verdacht mehr als drei Personen erzählt, hätte durchaus eine Ehrenbeleidigung daraus werden können.

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