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The Ghost And The MachineFeine Klänge aus der Vergangenheit

„The Ghost And The Machine“ verpacken rohe Gitarren und schweren Blues mit tiefen Texten. Seit Ende September ist ihr neues Album "Red Rain Tires" erhältlich.

Andreas Lechner (l.) aus Burgau feiert Erfolge mit seiner Band © Karin Hackl
 

Hätte die November-Seele eine Stimme in diesen grau melierten Tagen, dann würde sie wohl nach „The Ghost And The Machine“ klingen. Bedächtig führt der gebürtige Burgauer Andreas Lechner mit seiner rauchigen Stimme den Hörer in seinen Liedern durch ein Land, das rastet und gleichzeitig bei vollem Bewusstsein ist. Als wäre das noch nicht genug Intimität, fluten Klänge von Resonatorgitarren und Kontrabässen den Boden, aus dem Lechner seine Texte zieht. Einen „coolen, erdigen Sound, der die Leute erreichen soll“, nennt das der mittlerweile in Wien lebende Musiker.

Grunge lässt grüßen

Was als Soloprojekt 2013 gestartet wurde, hat sich fünf Jahre später in einer Band manifestiert. Ausladend und gleichzeitig wahrhaftig simpel kommt das Klangbild auf dem neuen Album „Red Rain Tires“ von Lechner, Heidi Fial (Kontrabass) und Matthias Macht (Schlagzeug) daher. Blues wird darauf mit Folk-Melodien, einem Schuss Americana und poppigen Elementen verwoben. Und irgendwo zwischen den Zeilen glaubt man, den dreckigen 90er-Jahre-Sound aus Seattle zu hören. Postblues par excellence.

 

Kein Wunder, mit dieser instrumentalen Bestückung: Auf dem Album, das sich lyrisch stark auf emotionale Alltagsbilder stützt, sind die metallischen Töne einer Resonatorgitarre aus dem Jahr 1929 und das Wummern eines 130 Jahre alten Kontrabasses zu hören. Mehr ungeschliffener Charakter in der Moderne geht wohl nicht. Das klingt dann zeitweise so, als hätten sich „The Base“ und „Polkov“ verschmolzen. Und dann wieder ganz anders. Egal, Hauptsache die November-Seele freut es.

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