AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Philipp BrugnerEr fliegt für EU-Projekte um die halbe Welt

Der gebürtige Pöllauer Philipp Brugner arbeitet als Projektmanager für EU-Projekte am „Zentrum für Soziale Innovation“ in Wien. Dafür ist er in ganz Europa und darüber hinaus unterwegs.

Neben seiner Arbeit ist Philipp Brugner auch ehrenamtlich bei den „Young European Ambassadors“ tätig
Neben seiner Arbeit ist Philipp Brugner auch ehrenamtlich bei den „Young European Ambassadors“ tätig © KK
 

"Wir bearbeiten die ganze Welt,“ sagt der gebürtige Pöllauer Philipp Brugner. Er ist seit mehr als vier Jahren als Projektmanager für EU-Projekte am „Zentrum für Soziale Innovation GmbH“ in Wien tätig. Aktuell beschäftigt man sich intensiv mit dem europäischen Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“.

Als Projektmanager arbeitet der 31-Jährige an mehreren Themen und in verschiedenen Regionen gleichzeitig. Derzeit etwa an einem Projekt zwischen der EU und der Ukraine, die sich in den europäischen Forschungsraum – einer Initiative der EU, um Forscher aus allen Mitgliedsländern zusammenzuführen – eingliedern will. „Dieser Forschungsraum versucht damit, die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Forschungs- und Technologiesektors zu erhöhen“, erklärt Brugner.

Um allerdings bis hierhin zu kommen, gilt es für die Ukraine strenge Auflagen zu erfüllen und vorgegebene Verbesserungen durchzuführen. Brugners Stichwort: Gemeinsam mit seinen Kollegen zeigt er Vertretern aus dem universitären und privatwirtschaftlichen Umfeld beispielsweise, wie man ein internationales „Horizon 2020“-Projekt schreibt, einreicht und im Falle einer Zusage auch Fördergelder lukriert.

„Wenn Forscher also ihr Wissen in die gewünschte ,EU-Sprache’ umformen und eine gute Partnerauswahl für ihr Projektteam treffen, so kann es mit der Finanzierung klappen. Hier kommen wir als Trainer ins Spiel, da wir im Unternehmen einige Experten haben, die das EU-Förderwesen von A bis Z kennen“, erklärt der 31-Jährige.

Er selbst versucht sich aufgrund seiner Studien in Russisch und Osteuropapolitik bei Projektbeteiligungen auf die Länder Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, der Ukraine und Weißrussland zu spezialisieren.

Die "Young European Ambassadors"

Zusätzlich ist Brugner seit drei Jahren ehrenamtlich bei den „Young European Ambassadors“ tätig. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus fast 500 Schülern, Studenten und jungen Berufseinsteigern, die anhand eines Bewerbungsprozesses von EU-Vertretern aus den Mitgliedsländern und den sechs östlichen Nachbarstaaten ausgewählt wurden.

Aufgabe ist es, den Dialog zwischen der Jugend Europas und seinen östlichen Nachbarn aktiv zu fördern und die Öffentlichkeit über den gegenseitigen Nutzen einer starken Partnerschaft zwischen diesen Regionen zu informieren. Neben dem persönlichen Engagement werden die „Young Ambassadors“ in ihrer Arbeit aus Brüssel und von den EU-Delegationen vor Ort unterstützt.

Der Beauftragte fürs Geschirrspülen

Trotz der vielen Arbeit und dem ehrenamtlichen Einsatz, ist es für ihn selbstverständlich seiner Frau, die ebenfalls berufstätig ist, im Haushalt zu helfen. „Ich bin der Beauftragte für den Geschirrspüler, das Bügeln und ab und zu übernehme ich das Kochen“ erzählt Brugner. Zirka alle sechs Wochen zieht es den 31-Jährigen dann samt Familie raus aus der Großstadt Wiens ins ländliche Pöllau, seiner ehemaligen Heimat.

Ich bin in Pöllau aufgewachsen und habe hier meine Wurzeln. Meine Tochter, soll wissen, wo ich herkomme und ein Gespür für das Land bekommen.

Philipp Brugner
Obwohl Brugner in Wien lebt und dort studiert hat, ist er, wie er selbst sagt, im Herzen noch immer Pöllauer.

Zur Person

Philipp Brugner wurde 1987 in Pöllau geboren.
Die Matura absolvierte er am Gymnasium in Hartberg. Schon damals interessierte er sich, neben Fußballspielen und angeln, für Politik.
Der 31-Jährige entschloss sich nach dem Schulabschluss in Wien Russisch und Osteuropapolitik zu studieren. Um seine Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen, verbrachte er während seiner Studienzeit ein halbes Jahr in St. Petersburg.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet er als Projektmanager für EU-Projekte am „Zentrum für Soziale Innovation GmbH“ in Wien.
Mittlerweile ist er verheiratet, lebt in Wien und hat eine Tochter.

Informationen

Das Zentrum für soziale Innovation ist ein privates Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Wien.
Mehr unter www.zsi.at.
Das Netzwerk „Young European Ambassadors“ besteht aus fast 500 Schülern, Studenten und jungen Berufseinsteigern aus EU-Ländern und den östlichen Nachbarstaaten, welches unter anderem den Dialog untereinander fördern und über den gegenseitigen Nutzen einer starken Partnerschaft informieren soll. Weitere Infos unter www.euneighbours.eu.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren