PöllauGläubiger stimmten Rettung der Kapo-Möbelwerkstätten zu

Die komplette Schließung des bekannten Möbelerzeugers Kapo in Pöllau ist abgewendet. Die Gläubiger stimmten am Donnerstag dem vorgelegten Sanierungsplan für das Unternehmen zu.

Kapo-Möbelwerkstätten
Der Sanierungsplan für die Kapo-Möbelwerkstätten wurde angenommen © Franz Brugner
 

Im Februar meldeten die Kapo-Möbelwerkstätten in Pöllau die Insolvenz an. Damals wurde eine Fortführung des Unternehmens angestrebt, schließlich musste jedoch im April die Möbelproduktion geschlossen werden. Von den davor 78 Beschäftigten verloren bis auf 13 in der Polstermöbelproduktion alle ihre Arbeit.

Bei der Abstimmung überden Sanierungsplan nahmen am Donnerstag alle anwesenden Gläubiger das vorgelegte Angebot an. Demnach erhalten sie eine Quote von 20 Prozent. Davon kommen 6,85 Prozent innerhalb von 14 Tagen als Barquote, sowie sieben Prozent binnen eines Jahres und 6,15 Prozent binnen zwei Jahren. Laut Kreditschutzverband KSV1870 betragen die quotenrelevanten Insolvenzforderungen rund 6,4 Millionen Euro.

"Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass wieder genügend Aufträge an Land gezogen werden können", sagt Georg Ebner vom KSV1870. Daher soll in weiterer Folge auch der Mitarbeiterstand in der Möbelproduktion wieder hochgefahren werden. Die Folgequoten des Sanierungsplanes sollen dann aus dem laufenden Betrieb finanziert werden.

Die Kapo-Fenstererzeugung sowie die Kapo-Holding waren als eigenständige Firmen von der Insolvenz nicht betroffen.

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