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PöllauSanierungsbedürftige NMS: In den Klassenzimmern roch es nach Fäkalien

Die Neue Mittelschule in Pöllau soll generalsaniert werden. Dafür will die Gemeinde rund zehn Millionen Euro in die Hand nehmen. Laut Direktorin Anneliese Strobl sei diese Renovierung dringend nötig.

Die Kanalrohre der Schule mussten bereits von der Gemeinde erneuert werden
Die Kanalrohre der Schule mussten bereits von der Gemeinde erneuert werden © Barbara Kahr
 

Von den Grundfesten bis zum Dachgiebel: die zwei Gebäude der Neuen Mittelschule in Pöllau müssen laut Bürgermeister Johann Schirnhofer dringend saniert werden. Rund zehn Millionen Euro sollen dafür in die Hand genommen werden.

Und die werden laut dem Bürgermeister auch nötig sein. Die Schulgebäude wurden in den 1960er-Jahren errichtet und seither laut Direktorin Anneliese Strobl „wie ein Fleckerlteppich renoviert“.


Vor Ostern kam es dann zu einem geruchsintensiven Problem für den gesamten Lehrkörper und die Schüler: Die Kanalrohre wurden brüchig und der Geruch von Urin und Exkrementen drang durch das ganze Schulgebäude. „Der Gestank war ziemlich intensiv und einfach nicht tragbar“, erzählt Strobl. Die Gemeinde renovierte daraufhin während der Osterferien die Kanalrohre.

Die Wunschliste

„Bevor noch weitere böse Überraschungen kommen, sollte man so schnell wie möglich zu renovieren beginnen“, sagt sie weiter. Derzeit stehe man laut Schirnhofer jedoch erst in der Planungsphase. „Jetzt schauen wir uns erst einmal das Raumprogramm – wie viele Räume werden gebraucht und wozu – an und lassen es vom Land absegnen“, erklärt er.

Auch die Wünsche des Lehrpersonals werden dabei miteinbezogen. Dazu stellte Strobl eine eigene Liste zusammen.

Wir wollen nichts Außergewöhnliches, aber gewisse Dinge brauchen wir einfach.

Anneliese Strobl, Direktorin der NMS Pöllau

Sie verweist auf eine fehlende Aula oder einen eigenen Speisesaal. Auch eine zentrale Garderobe und Kleingruppenräume stehen auf der Wunschliste ans Land und den Pöllauer Gemeinderat. Überlegungen gäbe es auch, die Ortsbücherei mit der Schulbücherei zusammenzulegen.

„Das Wichtigste ist, dass aus den zwei Häusern endlich eines wird“, sagt Strobl. Die Lehrer würden bei dem ganzen Hin und Her zwischen den Gebäuden auch ständig in Zeitnot geraten.

Zwei Bauabschnitte

Gestartet wird mit dem Umbau laut Schirnhofer „wahrscheinlich erst 2019“. Laut dem Bürgermeister wird es zudem zwei Bauabschnitte geben, auch ein Zubau sei nicht ausgeschlossen. Die Schüler würden währenddessen in dem jeweils anderen Gebäude untergebracht werden. Bei zu wenig Platz könnten auch sogenannte Containerklassen zum Einsatz kommen.

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