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Projekt Gemeinsam.Sicher

Polizei: Sicherheitsbeauftragte statt Bürgerwehr

Mit dem Projekt "Gemeinsam.sicher" will die Polizei wieder näher an die Bevölkerung heranrücken. Ein Kontakt, der mit dem Ende der Dorfgendarmen und mit den diversen Postenschließungen gelitten hatte.

Die Sicherheitsbeauftragten von Hartberg-Fürstenfeld mit Koordinatorin Daniela Samer-Belfin und Kommandant Martin Spitzer (5.v.l.)
Die Sicherheitsbeauftragten von Hartberg-Fürstenfeld mit Koordinatorin Daniela Samer-Belfin und Kommandant Martin Spitzer (5.v.l.) © Thomas Pilch
 

Um die Sicherheit, aber vor allem auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu heben, sucht die Polizei nach mehreren Wellen von Dienststellenschließungen nun wieder einen engeren Kontakt zur Bevölkerung. „Der Dorfgendarm war früher mitten drinnen. Das ist leider ein bisschen verloren gegangen“, gesteht Martin Spitzer, Bezirkspolizeikommandant von Hartberg-Fürstenfeld.

Grundlage ist das bundesweite Projekt „Gemeinsam.Sicher“, das die Polizisten näher an die Bürger heranbringen soll. Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wurden dazu 15 Sicherheitsbeauftragte bestellt, die zusammen mit den Gemeinden und der Bevölkerung am Thema Sicherheit arbeiten sollen. „Viele Menschen haben Hemmungen, in eine Polizeidienststelle zu kommen. Mit den Sicherheitsbeauftragten kann man ganz einfach Gespräche außerhalb vereinbaren“, erklärt Daniela Samer-Belfin, die Koordinatorin des Projektes im Bezirk. Man wolle das immer noch verbreitete Bild des Polizisten, der Autofahrer sekkiere, in den Köpfen ändern. „Vertraulichkeit wird bei den Gesprächen garantiert.“

15 Sicherheitsbeauftragte für 36 Gemeinden

Friedberg: Ernst Berger (Friedberg, Pinggau Schäffern) 059133-6232.
Hartberg: Gernot Berghofer (Hartberg), Josef Gruber (Rohr bei Hartberg), Bernhard Heschl (St. Johann), Artur Hirschenberger (Hartberg-Umgebung, Greinbach), Rainer Ulreich (Grafendorf) 059133-6230
Kaindorf: Valentin Cividino (Kaindorf, Hartl, Feistritztal) 059133-6234
Bad Waltersdorf: Christian Gartner (Bad Waltersdorf, Buch-St. Magdalena, Ebersdorf, Neudau) 059133-6231
Ilz: Otmar Grasser (Großwilfersdorf, Söchau, Ottendorf), Kurt Pumm (Ilz, Großsteinbach) 059133-6222
Rohrbach: Johann Klug (Rohrbach, Dechantskirchen, Lafnitz, St. Lorenzen) 059133-6236
Vorau: Alois Rechberger (Vorau, Wenigzell, Waldbach, St. Jakob) 059133-6239
Pöllau: Werner Schantl (Pöllau, Pöllauberg, Stubenberg) 059133-6235
Fürstenfeld: Thomas Schwarzenberger (Fürstenfeld, Loipersdorf), Walter Zechmeister (Bad Blumau, Burgau) 059133-6220.

Neben Vertretern von Gemeinden und Vereinen können sich auch Privatpersonen als „Sicherheitspartner“ im Projekt engagieren, in gemeinsamen Gesprächsrunden („Sicherheitsforum“) sollen dann auf Augenhöhe Lösungen für anstehende Sicherheitsprobleme gesucht werden. Das kann zum Beispiel im Fall eines als unsicher empfundenen Parks von Polizeikontrollen über die Installation neuer Lampen bis hin zum Einsatz von Streetworkern reichen. „Wir wollen einen Schritt in Richtung Menschen machen. Das ist letztlich unsere Kundschaft“, sagt Spitzer. Das Projekt habe allgemein auch zum Ziel, die Bildung von Bürgerwehren hintanzuhalten. Nur die Polizei sei Grant für Sicherheit.

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