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Umweltschutz

Bad Blumauerin kämpft für Plastiksackerl-Verbot

Mit 12.000 Unterschriften für ein Verbot von Plastiksackerln fahren eine Bad Blumauerin und ihre Mitstreiter nach Brüssel zum EU-Umweltkommissar.

© Jürgen Fuchs
 

Was sich in der Ökoregion Kaindorf bereits eingespielt hat, will die Bad Blumauerin Elisabeth Lederer-Tölly gemeinsam mit einigen Mitstreitern bundesweit erreichen: Plastiksackerl sollen verbannt werden. Für das Anliegen sind über das Internet 12.000 Unterschriften gesammelt worden, die man am 16. Jänner zu Mittag in Brüssel EU-Umweltkommissar Janez Potocnik überreichen wird. "Die Union muss die Sackerl endlich verbieten und für Alternativen in den Geschäften sorgen", fordert Lederer-Tölly.

Die Augen aufgegangen seien ihr vor vier Jahren durch den Film Plastic Planet von Werner Boote, erzählt sie. "Ich habe noch am selben Abend mein ganzes Plastikgeschirr in den Keller geräumt und konnte gar nicht einschlafen." Mittlerweile sei der Kampf gegen das Plastiksackerl zur Mission für sie geworden.

Netzwerke

Die Reise zur EU-Kommission nach Brüssel tritt sie mit dem Auto an, an Bord wird neben einem Vertreter der WWF-Jugend auch die Wiener Aktivistin Stella Wittmann sein. Über die sozialen Netzwerke kurbelt Wittmann seit Jahren bei heimischen Regierungsmitgliedern für einen Sackerlbann, der Erfolg sei bisher überschaubar, bedauert sie. "Wenn es darauf ankommt, wird blockiert oder auf die EU verwiesen." Die Union sollte es zumindest jedem Staat freistellen, selbst gegen das Plastik vorzugehen, wünscht sie sich.

Italien ist unlängst mit einem einschlägigen Verbot vorgeprescht, dieser Weg soll künftig laut Potocnik jedoch allen Mitgliedsstaaten möglich sein. Wie der Umweltkommissar im Herbst ankündigte, soll die EU-Vorgabe, wonach sämtliche Verpackungsarten gleichbehandelt werden müssen, entsprechend geändert werden.

Lederer-Tölly hofft, dass die Unterschriften ihre Wirkung entfalten und die Politik handeln lassen. "Wenn viele mithelfen, ist alles möglich", sagt sie.

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