AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Schwierige Fusion

In Teufenbach-Katsch ist bei den Wahlen alles möglich

In der zusammengelegten Gemeinde Teufenbach-Katsch kämpfen drei ehemalige Bürgermeister um die meisten Stimmen. Absolute Mehrheit für eine Partei ist wenig wahrscheinlich. Von Michaela Egger

Jetzt weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Ihr Testabo beinhaltet:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Zugriff auf die Smartphone App
  • Test endet automatisch nach 4 Wochen
Gottfried Sperl tritt wieder an © Michaela Egger
 

Die Voraussetzungen für die Fusion von Teufenbach und Frojach-Katsch waren mehr als schwierig. Während Frojach-Katsch der Zusammenlegung gegenüber positiv eingestellt gewesen ist, wehrte sich Johann Gruber als damaliger ÖVP-Bürgermeister bis zuletzt mit Händen und Füßen gegen die Vereinigung der beiden Gemeinden – und mit Sagern wie: „Ich hoffe, dass der Unsinn nicht stattfindet.“ In den Reihen der Volkspartei wurde und wird Grubers Verhalten vor der Zusammenlegung zum Teil harsch kritisiert.

Der Gang zum Verfassungsgerichtshof brachte wie den anderen fusionsunwilligen Gemeinden auch Teufenbach nichts: Seit 1. Jänner existiert auf der Landkarte Teufenbach-Katsch. Dass Frojach aus dem Gemeindenamen eliminiert wurde, freute wiederum den früheren Frojach-Katscher Bürgermeister Gottfried Sperl (FPÖ) nicht sonderlich.

Seine Wahl zum Bürgermeister vor fünf Jahren war höchst kurios: Die FPÖ hatte bloß drei Mandate, die ÖVP fünf und die SPÖ sieben. Nach zwei ergebnislosen Wahlgängen schlugen sich Mandatare der Volkspartei auf die Seite der Freiheitlichen, gemeinsam wählten sie Gottfried Sperl zum Bürgermeister, der damit eigentlich so gar nicht gerechnet hatte.

Spitzenkandidaten

Ähnlich erging es wohl dem früheren Bürgermeister Wilhelm Schnedl, der mit dem Vizebürgermeisteramt vorlieb nehmen musste. Nun ist Schnedl als Regierungskommissär im Einsatz und stellt sich erneut als Spitzenkandidat der Wahl. Auch die anderen Protagonisten, die auf den ersten Listenplätzen stehen, sind bekannt: Sperl für die FPÖ. der frühere Frojacher Gemeindekassier Thomas Schuchnigg für die ÖVP und Johann Gruber tritt mit der Liste „Liste MUR – Hans Gruber & Team“ an MUR steht für „Miteinander, Unabhängig und Regional“.

Eine absolute Mehrheit für eine der vier Parteien, die bei der bevorstehenden Gemeinderatswahl antreten, ist unwahrscheinlich. Somit stellt sich die Frage: Wer kann und will mit wem?

Manche behaupten, mit Johann Gruber würde niemand wollen – andere verneinen dies. Gewiss scheint ohnehin nur eines: In Teufenbach-Katsch ist alles möglich.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen
69d0c9b3d09e916bef781d5884bfc37b
0
1
Lesenswert?

Tatsachen!?!?!

Die Bevölkerung von Teufenbach wurde zur Fusion befragt. In Frojach - Katsch wurde nur im Gemeinderat über die Fusion abgestimmt. Die Spitzenkandidaten der FPÖ/SPÖ/ÖVP sind zwar grundsätzlich in Ordnung, so mancher ihrer Gesinnungsgenossen hat aber auf einer Liste, an wählbarer Stelle, nichts verloren.
FPÖ- SPERL: Ein Politiker mit sehr gutem Grundwissen, der auch sehr gut für die Gemeinde gewirtschaftet hat. Er hat nur das Problem, dass er sich nicht gut verkauft!
ÖVP- Schuchnigg: Ein Mensch der auf die Bevölkerung zugeht. Ob er auch die Fähigkeit hat, eine Gemeinde Teufenbach - Frojach zu führen, müsste sich erst beweisen.
SPÖ- Schnedl: Wenn er sich in seiner Amtszeit als Bgm. so viel im Gemeindeamt aufgehalten hätte, wie jetzt als Vizebgm., wäre er nie abgewählt worden.
Gruber: Ein Berufspolitiker der auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Er hat sich mit seinen Äußerungen über Frojach - Katsch selbst ins Abseits geschossen.
An denen liegt es, die Fehler des Landes auszubesser

Antworten
Elektrojodler
1
0
Lesenswert?

So ganz...

...korrekt ist das nicht. Gruber hat sich gewehrt, keine Frage, doch um hier objektiv zu bleiben: primär gegen die Vorgangsweise der Reformpartner - die Bevölkerung war von dieser Debatte immer ausgenommen!

Aber: geht es doch nicht um mehr als um die Spitzenkandidaten? Das Gesamtpaket macht's aus!

Antworten
69d0c9b3d09e916bef781d5884bfc37b
0
1
Lesenswert?

@Elekrojodler:

Gruber hat sich gewehrt; dass stimmt, aber er hat in einer regionalen Monatszeitung die Aussage getätigt, dass er nach New York mehr Kontakt hat als in die Gemeinde Frojach - Katsch. Auch die Äußerungen, dass Frojach - Katsch nur jemand zum zurückzahlen der Schulden braucht, soll gefallen sein. Soviel zur Objektivität!!! Sie haben schon recht, dass Gesamtpaket macht es aus. Aber diese 4 Pakete der Parteien müssen in den nächsten Jahren sehr gut geschnürt werden!!

Antworten
Elektrojodler
0
0
Lesenswert?

@Chatissa

Richtig, mehr als unglücklich, der New-York-Sager, man hätte den Unmut sicher anders kundtun können. Sowas ist für die lokalen Zeitungsmacher natürlich ein spitzen Aufhänger, Hauptsache es wird ordentlich gepöbelt, da kann man was schreiben drüber - aber über das, was in Teufenbach alles gut gelaufen ist, da wird nix erzählt.
Und wegen der Schulden: das Argument ist nicht ganz einleuchtend, hat doch angeblich Teufenbach einen immensen Schuldenberg... Aber gut, minus mal minus macht plus, evtl. sind die Reformer mit der Formel vorgegangen ;-)

Wichtig wär, hier zusammenzustehen, und wie Sie richtig schreiben: ordentliche Pakete für die Leute vor Ort zu schnüren.

Antworten
metee
0
0
Lesenswert?

Das wird spannend wie nur was!

.

Antworten
e355a16b0ad66312d0f0744fcdb2428a
0
0
Lesenswert?

... wird spannend:

Sesselsitzer?

Antworten