AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Stolzlalpe

Neuer OP-Bereich: Warum Eröffnung Hoffnung für Zukunft macht

Der fertige, zehn Millionen Euro teure Zu- und Umbau des OP-Bereiches des LKH Stolzalpe wird offiziell eröffnet. Landesrat Drexler spricht von einem "hoch spezialisierten Standort mit Zukunft". Von Bettina Oberrainer

Einzigartige Ausblicke: Primaria Walpurga Lick-Schiffer (vorne in Grün) mit Mitarbeitern gestern in einem der neuen Operationssäle © Bettina Oberrainer
 

Keine Sorge, die Operationszeiten verlängern sich nicht ob des großartigen Ausblicks, den nicht viele Säle zu bieten haben. Vor allem amerikanische Kollegen finden ihn zum Niederknien, verarztet Primaria Walpurga Lick-Schiffer, Ärztliche Direktorin des LKH Stolzalpe, die Eröffnungsgäste mit diesem humorigen Eingriff: große Feier auf der Alpe im Festzelt vor Haus 1 anlässlich des fertigen Zu- und Umbaues des OP-Bereiches. Und ja, Sonnenwetter schmückt einmal mehr wie bestellt die filmreife Kulisse.
Es sei Knochenarbeit gewesen, den Bereich bei laufendem Betrieb binnen gut zwei Jahren als einen der modernsten Europas zu optimieren. Da tauchte neben dem Skalpell schon einmal die Baggerschaufel auf.

Steckdosen

„Es hat sich ausgezahlt“, lobt die Orthopädin auchdie spezielle Art der Zusammenarbeit. Sie war Bedingung, dass alle Steckdosen dort sind, „wo wir sie brauchen“. Dass sie überhaupt irgendwo sind, dazu bedurfte es freilich der Projektplanung von Titus Pernthaler. Kages-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg tituliert den neuen Trakt zwar als vor dem Altbau liegende „Sahneschnitte“, den (anwesenden) architektonischen Konditormeister vergisst man aber zu erwähnen.

Tscheliessniggs „Man wird sich auch in Zukunft die Stolzalpe kaum wegdenken können“ wird vom Publikum sofort auf ein „gar nicht wegdenken“ ausgebessert. Mehr Applaus erntet da Landesrat Christopher Drexler. Er erteilt der von den beabsichtigten, nötigen Strukturreformen im Gesundheitssystem verursachten Unsicherheit eine Absage. „Die Stolzalpe ist ein hochgradig spezialisierter Standort mit Zukunft.“ Kein anderer habe eine vergleichbare volkswirtschaftliche Bedeutung. Zwischen den Zeilen klingt ein Ja zur orthopädischen Remobilisation wie zum Nachsorge-Pilotprojekt.

Tiefschlag

Die umstrittene Sperre der internen Abteilung hat das LKH ja bekanntlich schwer getroffen, Lick-Schiffer nennt sie einen „Tiefschlag“. „Aber wir Stolzälpler geben nicht auf, entwickeln ständig neue Ideen.“ Entscheidend wäre eben, unterstützt der Entscheidungsträger diese Ideen. Nun, Drexler als einer dieser Entscheidungsträger schickt zumindest an die Direktorin großes Lob – ohne deren spürbare Identifikation wäre die Alpe nicht die Alpe.

Der Zubau umfasst vier Operationseinheiten, in der größten können audiovisuelle Übertragungen von OPs durchgeführt werden. Modernst adaptiert von Blutdepot über Gipsraum bis Sterilgutlager wurden sämtliche funktionalen Räume. Das finden auch ein sonnig gelaunter Betriebsdirektor Reinhard Petritsch und der Segen spendende Pfarrer Johann Fussi zum Niederknien.

 

OP-Bereich vor Haus 1: Planung Architekt Titus Pernthaler, Baubeginn September 2013, Gesamtfertigstellung März 2016, Gesamtkosten knapp zehn Millionen Euro, Bruttogeschossfläche 2310 Quadratmeter. 75 Prozent der Aufträge an Firmen im Bezirk Murtal Foto © Bettina Oberrainer

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.