Hinter den Zahlen und Statistiken rund um das Coronavirus verbergen sich oftmals Schicksale, die unter die Haut gehen. Im Bezirk Murtal lebt eine Familie auf einem Bergbauernhof – Oma, Mutter, ein schwerst körperlich und geistig beeinträchtigter Sohn. Anfang November wird ein Mitbewohner der ausländischen Behindertenbetreuerin positiv getestet, für die Familie beginnt damit eine wochenlange Odyssee. „Natürlich hatten wir große Angst um unseren Sohn. Unser Kind ist ein Hochrisikopatient, eine Infektion der Lunge ist für ihn ein sicheres Todesurteil“, schildert die Mutter. Fünf Stunden lang wartet sie in der Hotline des Gesundheitstelefones 1450, vergeblich. Am nächsten Tag wieder das gleiche Spiel. „Wir haben verzweifelt versucht jemanden zu erreichen.“ Als Kontaktperson der Kategorie zwei steht der Familie zum damaligen Zeitpunkt aber kein Test zu.
Odyssee einer Familie
Polizei kontrollierte Quarantäne von Corona-Toter
Eine wahre Corona-Odyssee durchlebte eine Familie mit schwer behindertem Sohn aus der Obersteiermark. Tests waren mehrfach nicht zu bekommen, nach dem Tod der Oma läutet auch noch die Polizei an der Tür des Bergbauernhofes.
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