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OberzeiringUnwetter-Verbauung: "Wollen nicht länger der Buhmann sein"

Woran scheitert die Unwetter-Verbauung im Oberzeiringer Zugtal? Die Meinungen gehen auseinander, Umsetzung noch nicht in Sicht.

Das Zugtal wurde in der Vergangenheit mehrmals verwüstet © Sarah Ruckhofer
 

Die Aufräumarbeiten nach dem letzten Unwetter in der Gemeinde Pölstal sind noch nicht abgeschlossen, da entbrennt erneut die Debatte um die Verbauung des Zugtalbaches. Wie berichtet überschwemmte der Bach bereits mehrfach eine Wohnsiedlung in Oberzeiring, die Schäden waren vor allem in den Jahren 2017 und 2018 gewaltig. Bislang hieß es, eine Verbauung des Baches scheitere an der Zustimmung eines Grundbesitzers. Dessen Tochter dementiert nun aber. Schon im Juni 2019 hätte man gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung eine Variante ausgearbeitet, mit der man leben könne. Sabrina Gruber: "Ursprünglich war eine offene Rinne durch unseren Grund angedacht, mit zwei Kindern war das für uns nicht tragbar." Nun habe man sich auf eine gedeckelte Variante geeinigt, die seitlich am Grund entlang läuft. Die Zustimmung zur Verbauung sei bereits 2019 schriftlich bei der Gemeinde deponiert worden. "Wir wollen nicht länger der Buhmann sein." Von der Gemeinde wiederum heißt es, man hätte das Schriftstück rechtlich prüfen lassen und es sei als nicht ausreichend beurteilt worden. Das sei den Grundeigentümern auch mitgeteilt worden, ein neuerliches Schreiben sei nie erfolgt.

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schafferus
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Lesenswert?

Verbauung

Seitens der Gemeinde wird argumentiert, dass das die Zustimmung zur Verbauung beinhaltende Schreiben den rechtlichen Anforderungen nicht genüge.
Seitdem wartet man wieder auf ein Schreiben (das dann vielleicht entspricht oder auch nicht).
Inzwischen rinnt sehr viel (leider zu viel) Wasser den Bach herab.
Vorschlag:
Warum setzt man nicht gemeinsam ein, den rechtlichen Anforderungen entsprechendes Schriftstück auf, und lässt es unterfertigen?

Anmerkung/Lösungsansatz
In der Gemeinde gibt es eine sehr kompetente Rechtsanwältin, die sowohl die örtlichen Gegebenheiten kennt, als auch ein Mandat im Gemeinderat hat.
Man könnte sie durchaus mit dieser Aufgabe betrauen.