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Sommer ohne SonneKein Hochbetrieb in Freibädern: „Saison ist eine Katastrophe“

Hochbetrieb in heimischen Bädern war bisher die Ausnahme. Das liegt aber nicht an Corona, sondern am fehlenden Sommerwetter, wie aus den Bädern Judenburg, Knittelfeld und Fohnsdorf berichtet wird.

Den 27. Juli nutzten nicht nur junge Besucher für einen Sprung ins kühle Nass des Fohnsdorfer Freibads © KK
 

Die Ferien- und somit Freibadzeit ist angebrochen. Die Sonne scheint dies aber noch nicht wirklich mitbekommen zu haben, denn das Wetter macht den Schwimmbadbetreibern bisher einen gehörigen Strich durch die Rechnung. An Corona liegt es jedenfalls nicht, dass die Bäder heuer noch nicht gestürmt wurden – denn wenn es schön ist, stimmen auch die Zahlen.

Allein: „Bisher gab es im Erlebnisbad Judenburg exakt drei Badetage, die richtig gut besucht gewesen sind“, so Bademeister Didi Wallner am 27. Juli in den Vormittagsstunden. Seit 29. Mai hat das Erlebnisbad Judenburg seine Pforten geöffnet. Er hofft, dass nun der Sommer in Fahrt kommt, denn: „Bisher war es eine Katastrophe!“

Vorbildlich würden sich die Besucher hingegen an die Abstandsregeln halten: „Ab und zu muss man etwas sagen, aber grundsätzlich funktioniert das super.“ 65 Menschen dürfen sich im Sportbecken aufhalten, ebenfalls 65 im Erlebnisbereich. „Das Intervall für die Rutsche wurde erhöht“, so Wallner. Nicht aktiviert werden darf der beliebte Strömungskanal: „Da könnte es die Leute zu eng zusammentreiben“, so Wallner. „Vor allem Kinder fragen oft, ob wir ihn einschalten können.“ Ihnen sei aber sofort klar, warum dies nicht möglich ist. Natürlich bedeutet der Virus auch mehr Aufwand für das Personal: vom Achten auf die Abstandsregeln bis hin zu den Desinfektionsmaßnahmen.

Auch in den anderen Bädern wird natürlich penibel darauf geachtet, dass die Coronaauflagen eingehalten werden. Ob das Virus Leute vom Schwimmbadbesuch abhält? „Es gibt höchstens ein paar Leute, die das abschreckt“, sagt Michael Holzer vom Freibad Fohnsdorf. „Wenn das Wetter passt, sind sehr viele Leute da“, sagt auch er. Es gebe zudem auch Stammgäste, die unabhängig vom Wetter regelmäßig das Fohnsdorfer Bad aufsuchen, grundsätzlich spricht aber auch er von einer „zähen Saison“.

Bademeister Wolfgang Egger weiß ebenfalls: „Ist es schön, dann kommen die Leute auch.“ Allerdings zählte auch er bisher nur drei Tage, an denen im Knittelfelder Freibad Hochbetrieb herrschte.
Er hofft, dass sich die restliche Ferienzeit sommerlich präsentiert. Im Knittelfelder Bad gibt es übrigens „Coronapreise“: Verkauft werden nur Tageskarten – um drei Euro für Erwachsene (ermäßigter Tarif zwei Euro) und um einen Euro für Kinder. „Das sind alles runde Preise, somit geht es auch schneller an der Kasse“, so Wolfgang Egger.

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