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Mutter empörtZwei Stunden Wartezeit bei Gesundheitstelefon am Osterwochenende

Neues Gesundheitstelefon ärgert Mutter aus Fohnsdorf: Am Karsamstag hätte sie mehrere Stunden auf Expertise warten müssen, sie fuhr mit ihrem fiebernden vierjährigen Kind schließlich ins Krankenhaus.

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Fieber und Ohrenschmerzen plagten ein Kind aus Fohnsdorf (Sujetbild)
Fieber und Ohrenschmerzen plagten ein Kind aus Fohnsdorf (Sujetbild) © Robert Kneschke - Fotolia (Robert Kneschke)
 

Der Start des neues Gesundheitstelefons in der Steiermark war ein holpriger. Schmerzlich zu spüren bekommen hat das auch eine Leserin aus Fohnsdorf am Karsamstag: Ihr vierjähriger Sohn bekam Fieber und klagte über starke Ohrenschmerzen. „Also habe ich das Gesundheitstelefon angerufen.“ Nach „ewigem Läuten“ meldet sich ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes – „und sagt, dass die Wartezeit aktuell mindestens zwei Stunden beträgt, bis sich am Gesundheitstelefon jemand meldet“, ist die Mutter schockiert. Sie verweist am Telefon auf die starken Ohrenschmerzen des Kindes. „Da sagte mir der Mann, er habe keine Zeit, es könne ein akuter Notfall hereinkommen, während wir hier telefonieren.“

Kommentare (9)

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AIRAM123
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Wartezeit in der Ambulanz des LKH Hartberg

... lt einer Dame die heute beim Arzt war - 6 Stunden am Ostersonntag. Ich vermute fast, dass alles was kann direkt ins LKH fährt ohne das Telefon anzurufen.

Vielleicht ist es für Landärzte eine Verbesserung wenn sie nicht alle 3-4 Wochen am Wochenende Dienst haben. Aber für die Menschen in den Regionen ist es eine Zumutung

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sabian2204
2
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Aber Hauptsache

In der Landeshauptstadt wissen kompetente Entscheidungsträger was zumutbar ist. Und Hilfe am Telefon ist lieb gemeint, aber Telepathie gibts leider noch nicht. Wichtig ist alle Krankenhäuser hier in der Region müssen ausgedünnt, verkleinert und dezimiert werden, denn sonst fehlt ja das Geld in den Ballungsgebieten. Gebt uns unsere ordentlichen Krankenhäuser wieder STOLZALPE nicht lkh Murtal, judenburg oder auch Knittelfeld. Früher war manchmal doch einiges besser.... es tut mir leid dass ich das sagen muss aber absolutes Versagen der Landes- UND Regionalpolitiker. Wir werden die Region NICHT am Leben halten wenn Basics nicht da sind....

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Christian Hubinger
6
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Meine Mutter hat wegen starker Schmerzen im Knie angerufen

und wurde zu einem Krankenpflegedienst weiter geleitet. Sie hätte einen Arzt gebraucht.
Warum stellen sie den Notdienst nicht gleich ein? Wer etwas braucht soll die Rettung rufen oder sich ins Spital schleppen? Alleine der Name ist eine Verarschung für jeden Kranken mit Beschwerden - dort rufen Menschen an, die verzweifelt sind, Schmerzen haben und dann dürfen sie ein "Gesundheitstelefon" anrufen... Bitte wer hat sich diesen Schwachsinn einfallen lassen?

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khst
13
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Ausreden

die Ausreden sind mannigfaltig. Woher weiß die Dienststelle schon vorher, was ein Notfall ist? Außerdem finde ich, das es eine Frechheit ist, einer Mutter zu sagen, dass IHR fiebernedes Kind kein Notfall ist. Vor allem wundert mich, dass sich anscheinend niemand im Vorfeld darüber informiert hat, wie stark dieses sog. "Gesundheitstelefon" benützt werden wird. Man wird aber auch krank, wenn man Ewigkeiten vor dem Tonband hockt.
Ich habe übrigens schon nach 4 Minuten in der Warteschleife aufgegeben und bin ins LKH gefahren - da weiß man noch, wie man mit Patienten und vor allem verzeifelten Müttern umgeht.

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Terrena35
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Eine Frechheit

Dieses Gesundheitstelefon hat viel zu viele Krankheiten!
Stellt den Quatsch wieder ab und bringt das alte System zurück, das hat wenigstens funktioniert. Ich kenne viele Ärzte die mittlerweile aufgegeben haben und gar nicht mehr für den Ärztenotdienst fahren, da nur mehr Schwachsinnsmeldungen von unqualifiziertem, eingeschultem Personal weitergegeben werden. Ein Beispiel eines befreundeten Arztes der vom Gesundheitstelefon in einer Nacht zu 6 "angeblichen Notfällen" gerufen wurde und anschließend dem Gesundheitstelefon erklärt hatte er schalte jetzt sein Handy aus, denn das sei witzlos...

Die Politik soll nicht an gut funktionierenden Systemen herumschrauben, sondern es den Fachärzten überlassen ein System auf die Beine zu stellen das auch funktioniert. Das alte System hat doch gut funktioniert, die Ärzte waren zufrieden und die Patienten auch. Jetzt funktioniert gar nichts mehr.
Am Telefon sitzen unqualifizierte Personen, wenn überhaupt eine Besetzung gegeben ist. Diese Personen sind medizinisch nicht qualifiziert einen Notfall zu beurteilen, das muss ein Arzt machen, der dafür die entsprechende Ausbildung hat, aber diesen will man ja für ihre Arbeit nichts mehr bezahlen - eine Schande für unser Gesundheitssystem!!!

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gschanesm
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Eine Definitionsfrage...

Die Nacht Ihres befreundeten Arztes kann nur bis 24:00 gedauert haben - danach ist sein Dienst als "Visitenarzt" im Bereitschaftsdienst neu ohnehin zu Ende. Und, dass er nur zu "angeblichen Notfällen" geschickt wird hat vermutlich damit zu tun, dass genau das seine Aufgabe als Visitenarzt ist. Bei akuten Notfällen (definitionsgemäß ein plötzlich einsetzender lebensbedrohlicher Zustand) wird das Notarztsystem aktiviert - in anderen Fällen, die eine zeitnahe ärztliche Versorgung benötigen der VISITENARZT. Das macht auch durchaus Sinn.

Im Großen und Ganzen ist Ihre Kritik, bis auf in paar kleine Details (zB dass nur ein Arzt einen Notfall richtig einschätzen kann, dass das Telefon unbesetzt zu sein scheint, dass das alte System perfekt funktioniert hat,...) durchaus berechtigt und die Installation des Gesundheitstelefons gehörig daneben gegangen.

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Terrena35
3
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Naja...

Also laut meiner Kenntnisnahme war das Gesundheitstelefon nur an 2 der 4 "Osterfeiertage" überhaupt besetzt und wenn man durch das vordefinierte Schaltsystem mit Standardfragen überhaupt zu einem "Mitarbeiter" weiterkommt, dann erhält man die qualitativ wertvolle Antwort, man solle einen Arzt aufsuchen. Diesen gibt es aber zu diesem Zeitpunkt da (Feiertag, Nachts oder Wochenende) nicht. Meiner Meinung nach, versagt hier das komplette System gründlich. Ich verstehe nicht, warum sich nicht mehr Patienten aufregen und an die Öffentlichkeit gehen, denn dann wäre der Druck größer.

Gleiches gilt im Übrigen für den eingestellten KIMONO. Der nun durch einen 3-stündigen (Wochenende) KIJONO ersetzt wurde.

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gschanesm
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Wie gesagt: Grundsätzlich vollkommen Ihrer Meinung. Selbst bei Vollbesetzung aller Bereitschaftsdienste ist das System schlechter, als das alte System (auch unter Vollbesetzung). Es wurde das alte System aufgrund von Besetzungsschwierigkeiten durch ein freiwilliges System, mit bereits geplanter Dienstzeitreduktion, ersetzt. Und nicht einmal die reduzierten Dienstzeiten sind vollständig abgedeckt.

Nicht vermischen darf man das jedoch mit der Gesundheitsberatung - diese ist rund um die Uhr besetzt - leider hat man die Kapazitätserfordernisse vollkommen falsch eingeschätzt....

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Terrena35
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Gesundheitsberatung

Einen Gesunden muss man wohl kaum beraten, schon alleine die Definition ist eine vollkommen falsche. Gesunde werden wohl kaum unter dieser Nummer anrufen. Diese Nummer wird von kranken, hilflosen Personen angewählt und hierfür steht weder qualifiziertes Personal noch die entsprechende Kapazität zur Verfügung. Und ich muss Ihnen in ihrem Kommentar voll umfänglich recht geben, außer das das alte System sehr wohl funktioniert hat und die Besetzung war villeicht schwierig, aber es hat sich immer jemand gefunden, der dann doch noch eingesprungen ist.

Aber wenigstens haben jetzt alle unsere befreundeten Kollegen die früher beim Ärztenotdienst gefahren sind, viele freie Abende die sie mit ihren Familien verbringen können....

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