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Köpfe des JahresDas sind die Kandidaten in der Kategorie Kultur

Wir stellen Ihnen die obersteirischen Kandidaten der Kategorie „Kultur“ vor. Stimmen Sie mit, um Ihren Favoriten zu unterstützen!

Die "Kultur-Köpfe" © Collage/KK (2), GUGGI, OBERRAINER, POTOTSCHNIG
 

Die einen interessieren sich für Heilpflanzen, die anderen wiederum für wohltuende Kräuter. Klaudia Blasl kann mit beidem nicht viel anfangen, denn sie ist die, die mit Pflanzen tötet – zumindest in ihren Büchern. Das Interesse an Giftpflanzen kam Blasl, die in Mautern aufgewachsen ist, mit dem Krimischreiben. Die Schriftstellerin hat bereits drei Romane und ein Sachbuch veröffentlicht, die sie allesamt im Südburgenland zu Papier gebracht hat, wo sie mittlerweile lebt. Alle drei Krimis sind wortgewaltig, sezieren mit feiner Klinge die Auswirkungen des Tourismus auf ländliche Gemeinschaften und sind einfach giftig.

Der Ramsauer Paul Plut ist einer der interessantesten und facettenreichsten Musiker Österreichs. Schon in seiner Studienzeit in Graz entstanden experimentelle Arbeiten, mit denen er unter anderem auf Studentenproteste reagierte. 2017 veröffentlichte Paul Plut dann sein Solo-Debütalbum „Lieder vom Tanzen und Sterben“. Das Werk bekam in der österreichischen und deutschen Presse viel Aufmerksamkeit und vor allem Lob. Seitdem tritt er wöchentlich im ganzen Land und sogar in Deutschland auf. Nebenbei schreibt Plut übrigens auch noch Filmmusik und ist Frontman einer Deutschpop-Band namens „Viech“.

So stimmen Sie ab

Stimmzettel sind in den nächsten Wochen immer wieder in der „Kleinen Zeitung“ abgedruckt. Ausschneiden, Ihre Favoriten ankreuzen und bis 31. Dezember (Poststempel) einsenden an: Kleine Zeitung, Kennwort „Köpfe des Jahres“, Herrengasse 8, 8750 Judenburg; Fronleichnamsweg 4, 8940 Liezen; Hauptplatz 7, 8700 Leoben.
Online-Abstimmung: Auf der Homepage der Kleinen Zeitung finden Sie die Kategorien und die Kandidaten. Unter www.kleinezeitung.at/koepfe die jeweilige Kategorie anklicken und bei Ihrem Favoriten abstimmen.

Er lebt das Theater: Lukas Wachernig (28) aus St. Lambrecht sammelte schon früh Bühnenerfahrung. Nach mehreren Hospitanzen, unter anderem am Schauspielhaus Graz, war Wachernig zwei Jahre Regieassistent bei Philipp und Nikolaus Harnoncourt im Zuge der Opernproduktionen der Styriarte Graz. Seit 2014 ist der umtriebige Lambrechter als Regieassistent am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert, im Vorjahr versuchte er sich dort erstmals als Regisseur. Heuer feierte seine Inszenierung der Oper „Weiße Rose“ Premiere, im April 2019 wird er Maurice Ravels „L’heure espagnole“ auf die Bühne bringen. In seinem Heimatort gründete Wachernig zudem die „Wandelbühne“, das größte Theatercamp für Nachwuchsschauspieler des Landes.

Wo sonst? Das Jahresmotto des Theaters Oberzeiring, es könnte treffender nicht sein. Wo sonst schafft es ein gelernter Gendarm, aus einer Leidenschaft des genialen Wahnsinns eine professionelle Bühne der freien Szene von unvergleichlicher Bedeutung im deutschsprachigen Raum zu entwickeln? Peter Faßhuber, 61-jähriger Theatermacher, künstlerischer Leiter von „theaterland steiermark“, Fußballfan. Aber vor allem Familienmensch: Mit ihm stehen Ehefrau Sabine, die Töchter Eva Maria und Julia und zwei Enkel hinter dem kontinuierlichen Aufstieg des Theaters mitten im Pölstaler Nirgendwo. 10.000 Besucher stürmen jährlich zeitgenössische wie klassische Produktionen. Faßhubers persönliches Dramatikertriumvirat: Horváth, Tschechow, Büchner.

Der Musiker und Regisseur Georg Schütky stammt aus Allerheiligen im Mürztal, lebt aber seit vielen Jahren in Berlin. Dort hat er heuer den wichtigen „Tag der Deutschen Einheit“ im Auftrag der deutschen Regierung inszeniert, der auch im TV gezeigt wurde. Der ehemalige Wiener Sängerknabe arbeitet immer wieder im Theater „Next Liberty“ in Graz, hat im Jahr 2014 den weltweit geklickten „Lipdub“ von Kapfenberg inszeniert und arbeitet auch sonst immer wieder in seiner Heimat. Heuer erregte der 31-jährige Schütky mit einer großartigen Inszenierung von Peter Roseggers „Jakob der Letzte“ in Krieglach Aufsehen in der Theaterwelt. Es gelang ihm bestechend, Rosegger in die heutige Zeit zu versetzen.

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