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WasserflutWieder 60 Liter Regen pro Stunde im "Wanderdorf" Mühlen

Das Wanderdorf am Zirbitz im Kampf mit den Fluten: Vorschuss aus Katastrophenfonds kommt gerade recht. 400.000 Euro Schaden seit Juni. "Die Unwettersituation wird nicht besser", weiß Bürgermeister Grießer.

Immer wieder ist diesen Sommer der Bezirk Murau von Unwettern betroffen. Sie überraschen etliche Gemeinden punktuell, überfluten Gebäude, Keller, Wiesen © Feuerwehr Mühlen
 

Mühlen im Kampf mit den Fluten: 50 bis 60 Liter pro Stunde Regen auf einem Quadratmeter sind es erneut in dieser Woche. Und Bürgermeister Herbert Grießer prognostiziert klar das düstere Szenario: „Es wird nicht besser werden.“ Mühlen im vergangenen Juni: 60 Liter Regen halbstündlich, diese geöffneten Schleusen des Himmels sind eine harte Prüfung für den Ort unterhalb des Zirbitzkogels.
Schule und Kindergarten stehen teilweise unter Wasser, auch private Gebäude sind betroffen. „Die Feuerwehren mussten zu mehreren Einsätzen ausrücken.“

Quellen

Nun schwimmt die Gemeinde im Wasser, aber nicht im Geld. Trifft sich, dass das Land wie berichtet drei von Unwettern betroffenen Gemeinden nun 180.000 Euro Vorschuss aus dem Katastrophenfonds freigibt: Waldbach-Mönichwald (Hartberg-Fürstenfeld), Gasen (Weiz) und eben Mühlen. Das „Wanderdorf“ bekommt laut Grießer 45.000 Euro. Ein Tropfen? Gewiss. Aber der Bürgermeister weiß stets andere Quellen anzuzapfen, ist dankbar über alle Mittel aus dem Topf von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer. Überhaupt findet er lobende Worte die Zusammenarbeit mit Institutionen und Einsatzkräften wie Feuerwehren, Wildbachverbauung, Landeskatastrophenabteilung betreffend. Im Juni fließen 120.000 Euro Soforthilfe.

Rückhaltebecken

Die Gemeinde muss mit Schäden von insgesamt rund 400.000 Euro zurechtkommen. Den aktuellen Vorschuss plant Grießer in die neu installierten Rückhaltebecken zu investieren, weiß, dass Straßendurchlässe Verrohrungen wie Ausbesserungsarbeiten brauchen. Wichtig sei, bereits existierende Rückhaltebecken regelmäßig „und sofort“ von Schotter freizuräumen.
Sonst drohen beim nächsten Unwetter erst recht Überschwemmungen. „Auch diese Maßnahmen sind mit vielen Kosten verbunden.“ Zwei Bäche stehen in der Gemeinde Mühlen an der Grenze zu Kärnten unter Beobachtung besorgter Bürger: Görtschitztalbach und „Steirerbach“. Zudem drohen Überflutungen, strömen vom Zirbitzkogel Wassermassen talwärts.
Der Bürgermeister ist sich bewusst, trotz entschärfenden Maßnahmen können Einsatzkräfte nicht alle Eventualitäten im Griff haben.

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