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FohnsdorfWarum der alte Merkur-Markt noch immer steht

Abriss des alten Merkur-Marktes in Fohnsdorf verzögert sich, somit auch die Neueröffnung des Billa. Bürgermeister Gernot Lobnig über die Hintergründe.

Noch immer unverändert: der alte Merkur-Markt © Sarah Ruckhofer
 

Warum geht da nichts weiter? Kaum eine Frage bekommt man in der Gemeinde Fohnsdorf derzeit öfter zu hören. Seit Herbst des Vorjahres steht mit dem alten Merkur-Markt eine leere Handelsruine im Zentrum des Thermenortes, der somit (mit Ausnahme des Einkaufszentrums Arena am Waldfeld an der Grenze zu Judenburg) nur noch ein Lebensmittelgeschäft zählt. Vor allem für ältere Bewohner aus den östlichen Ortsteilen ist der Einkauf seit Monaten nur schwer zu bewerkstelligen.

Daran dürfte sich auch in den nächsten Wochen nichts ändern: Mit dem für – vergangenen – Winter geplanten Abriss des alten Gebäudes wurde noch immer nicht begonnen. Wie berichtet verlegte Merkur seine Marktpräsenz nach Knittelfeld und eröffnete dort 2017 neu, in Fohnsdorf soll ein mit 900 Quadratmeter überdurchschnittlich großer Billa-Markt am alten Merkur-Standort in der Grazerstraße eröffnet werden. Bereits im August hätte Billa eröffnen sollen.

Davon ist derzeit nichts zu sehen. „Es hat sich alles verschoben“, bestätigt Fohnsdorfs Bürgermeister Gernot Lobnig. Bei Demontage-Arbeiten im Inneren des Gebäudes sei man vermutlich auf Asbest-Rückstände gestoßen, so der Ortschef. Asbestfasern gelten als krebserregend und müssen gesondert entsorgt werden. „Der Auftrag für den Abriss des Gebäudes wurde neu ausgeschrieben, inzwischen aber auch schon wieder vergeben.“

"Nachjustierungen"

Seitens der Rewe-Gruppe dementiert man, dass Asbest der Grund für die Verzögerung sei: „Die Abrissarbeiten verzögern sich nicht aufgrund von Asbest, sondern weil Nachjustierungen für den Bau nötig waren. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir Mitte Juli mit den Abrissarbeiten starten werden und achten darauf, dass es für die Anrainer während der Abbrucharbeiten zu keinerlei Beeinträchtigung kommt.“
Sobald der alte Supermarkt aus den 70er-Jahren abgerissen ist, kann mit dem Neubau begonnen werden. Lobnig: „Das geht schnell, es gibt standardisierte Zulieferer, da ist alles auf Schiene.“ Ein neuer Markt kann in wenigen Wochen stehen. „Laut meinem Wissensstand will die Rewe-Gruppe den Billa noch heuer eröffnen, bestenfalls schon im Oktober.“
Damit entkräftet der Bürgermeister gleich eine ganze Reihe kursierender Gerüchte. „Es sind viele Dichter unterwegs“, schmunzelt Lobnig.

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