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"Sind keine Pleitegemeinde"

Die Fohnsdorfer Finanzsituation war Thema einer Bürgerversammlung, bei der über den Schuldenstand nicht unbedingt Einigkeit herrschte.

 
Zu einer Bürgerversammlung lud Donnerstag Abend Fohnsdorfs Bürgermeister Johann Straner. Thema war die finanzielle Situation der Gemeinde, die nicht auf riesiges Interesse stößt, denn einige Plätze blieben leer. Auf den Sesseln nahmen zahlreiche Sozialdemokraten Platz.

Stellungnahmen. Eine Diskussion fand nach den Ausführungen von Bürgermeister Straner nicht statt. Nur einige Stellungnahmen waren zu hören. Vielleicht waren die Fohnsdorfer auch deswegen nicht in Debattierlaune, da die vielen Zahlen durchaus für Verwirrung gesorgt haben könnten. Etwa bei der Frage, wie viele Schulden die Gemeinde Fohnsdorf nun eigentlich hat. Bürgermeister Straner bezifferte den Schuldenstand mit 22,6 Millionen Euro (Planzahlen 31. Dezember 2009).

60 Millionen. Ein Mann wunderte sich, warum dann in der KPÖ-Parteizeitung eine Summe von 60 Millionen genannt wurde. Die Antwort fiel KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser leicht: Unter anderem durch offene Darlehen, Leasing, Kassenkredit und Thermen-Verbindlichkeiten kam sie auf den Betrag, alles Zahlen aus dem aktuellen Rechnungsabschluss.

Endfälligkeiten. Straner: "Wenn ich überall die Endfälligkeiten hernehme, sind es sogar mehr als 60 Millionen Euro. Aber so rechnet kein Betrieb." ÖVP-Vizebürgermeisterin Ingrid Felfer meinte zu dem Thema: "Es sind mehr als 60 Millionen Euro zurückzuzahlen. Das möchte ich nur feststellen."

Amtsantritt. Straner wollte mit der Veranstaltung jedenfalls darauf hinweisen, was sich seit seinem Amtsantritt am 1. Jänner 1998 in der Gemeinde getan hat. Mehr als 58,4 Millionen Euro (bis Jahresende) habe die Gemeinde in Pflegeheim, Schulen, Kultur, Ärztezentrum, Wohnhäuser und so weiter investiert. Auch die Folgen der Abwanderung von AT&S und der sinkenden Einwohnerzahlen wurden angesprochen.

Madig. Straner: "Wir haben einen einzigartigen Weg beschritten, den ich mir in keinster Weise madig lassen machen will. Von einer Pleitegemeinde sind wir meilenweit entfernt." Der Bürgermeister weiß das Geld gut und nachhaltig investiert: "Wir haben alle Hausaufgaben erledigt." In 15 bis 17 Jahren sollen - so sich die wirtschaftliche Situation nicht verschlechtert - alle Verbindlichkeiten zurückbezahlt sein.

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