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MariazellDer letzte Tag der Schwebebahn

Gestern fuhr die 90 Jahre alte Schwebebahn auf die Mariazeller Bürgeralpe zum allerletzten Mal.

Eines der letzten Bilder der Bahn bei Tageslicht
Eines der letzten Bilder der Bahn bei Tageslicht © Fred Lindmoser
 

Es war ein schöner, aber windiger Nachmittag, als am Mittwoch – Gondel für Gondel – die Gäste auf der Mariazeller Bürgeralpe eintrafen. Das geht nicht auf einmal, denn die Bahn schafft nur 150 Fahrgäste pro Stunde.

Trotzdem ging es bald hoch her. Von Wehmut, dass die Mariazeller Schwebebahn nach 90 Jahren eingestellt wird, war höchstens im persönlichen Gespräch etwas zu merken. Vor allem die ehemaligen „Seilbahner“ können Geschichten erzählen, wie es mit der Bahn früher einmal war.

Gegen Abend verlagerte sich das Geschehen in den Berggasthof und die Edelweißhütte, draußen war es doch etwas kühl. Die Musik spielte das Lied „Der alte Jäger vom Silbertannenwald“, das kurzerhand umgetextet wurde in „Die alte Seilbahn vom Mariazellerland“. Bei den Zeilen „Ich denk an dich, es war einmal“ wurden einige Augen feucht.

Aber insgesamt überwog die gute Stimmung, alle freuen sich schon auf die neue Bahn, die im kommenden Jahr errichtet wird. Das betonte Bürgermeister Manfred Seebacher ebenso wie der Schwebebahnen-Geschäftsführer Hans Kleinhofer.

Kleinhofer freute sich sehr, dass um 20 Uhr schon an die 300 Gäste auf der Bürgeralpe waren: „Am Nachmittag hat ziemlich kräftiger Föhn eingesetzt, da haben es sich vermutlich manche überlegt.“

Hans Kleinhofer inmitten von Musikern, Mitarbeitern und Freunden
Hans Kleinhofer inmitten von Musikern, Mitarbeitern und Freunden Foto © Fred Lindmoser

Bedenken, dass der Föhn stärker werden könnte, hatte Kleinhofer übrigens keine: „Wir sehen das sehr entspannt. Wenn wir heute nicht mehr hinunterkommen, warten wir eben, bis die neue Bahn fertig ist. Ist ja nur noch ein Jahr“, grinste er.

Um 23 Uhr stand die letzte Fahrt mit der Gondel auf dem Programm, mit lauter Gästen, die diese letzte Fahrt ersteigert hatten. Und mit dem  Trompeter Karl Promitzer, der das berühmte „Il Silenzio“ aus der Gondel in die nächtliche Bergwelt trompetete.

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