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Bruck

Gute Ideen statt Nörgeln und Raunzen

Die „Stadtvision Bruck 2030“ ist fertig. 13 Jahre hat man nun Zeit, um die teilweise hochfliegenden Pläne auch umzusetzen.

Sascha Auer, Werner Schmölzer, Hans Straßegger und Hansjürgen Schmölzer
Sascha Auer, Werner Schmölzer, Hans Straßegger und Hansjürgen Schmölzer © Franz Pototschnig
 

"Wir haben keinen Plan A, sondern einen Plan B. B wie Bruck an der Mur“, schmunzelte Bürgermeister Hans Straßegger gestern. Anlass war die Präsentation der „Stadtvision Bruck 2030“, an der ein Jahr gearbeitet wurde.

Im Jänner und April des Vorjahres fanden Workshops mit jeweils etwa 50 Teilnehmern statt, wobei sich die Politik laut Straßegger zurückgenommen hat: „Wir wollten die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu Wort kommen lassen, und das hat sehr gut funktioniert. Es kamen viele Ideen, und es gab überhaupt kein Nörgeln und Raunzen.“

7 Themen, 107 Ziele

Die Stadtvision „Bruck 2030“ widmet sich sieben Themen: Herz der Region, Altstadt/Wirtschaft/Tourismus, Leben & Wohnen, Stadt der Generationen, Jugend, Gesellschaft & Bildung, Kultur.
Die Entwicklungsziele sind in
einem „Living Paper“, also einem „lebendigen Arbeitspapier“, aufgelistet. 107 Ziele sind formuliert, jeweils den 7 Themen der Stadtvision zugeordnet. „Lebendig“ deshalb, weil es ständig verändert und überarbeitet werden kann.
Zeitrahmen gibt es keinen. Manche Dinge sind schon in Arbeit, andere werden vermutlich dauern oder einzelne gar aufgegeben.

Auch Hansjürgen Schmölzer von der Grazer Beraterfirma BSX lobte das positive Klima bei allen Gesprächen: „Es gibt schließlich in einer Stadt viele Interessen, viele Ziele und viele Leistungsträger. Da ist es wichtig, dass alle diese Kräfte zumindest in eine ähnliche Richtung ziehen.“

Was macht Bruck als „Marke“ aus, was soll künftig wichtig sein, was will man nicht weiter forcieren? Diese strategischen Leitlinien sollen bei allen Entscheidungen im Gemeinderat in Zukunft einfließen. So etwa im Wohnbau, wo man eher die alte Bausubstanz in der Innenstadt revitalisieren möchte, bevor man weitere neue Siedlungsgebiete am Stadtrand errichtet.

Leichtes und Schwieriges

Zu diesen strategischen Richtlinien gibt es aber auch noch ganz konkrete „Entwicklungsziele“, die man nach und nach abarbeiten möchte. Mit der „Radstadt Bruck“ beginnt man gerade, die „Erweiterung der Kinderkrippe“ ist in Planung. Andere Punkte sind schwieriger und vielschichtiger, etwa der Handel in der Altstadt oder die Belebung des Bahnhofsviertels.

Sascha Auer, Versicherungsmakler und Investor, will aus Bruck eine „selbstbewusste Stadt“ machen: „Das liegt nicht so sehr an der Politik, sondern an der Bevölkerung und an der Wirtschaft der Stadt.“ Werner Schmölzer, der Wirtschaftsreferent der Stadt - und nicht verwandt mit Hansjürgen Schmölzer - hat auch deshalb große Hoffnung, weil es „kein Konzept einer Partei ist, sondern von allen Parteien beschlossen worden ist“.

Am 14. Februar, wird die „Stadtvision“ um 18.30 Uhr im City Center in der Roseggerstraße öffentlich vorgestellt.

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