Matthäus Bachernegg will mit Reißverschluss-Liste Bürgermeister bleiben
Kapfenbergs Bürgermeister Matthäus Bachernegg stellte beim Wahlkampfauftakt im Spielraum die Mannschaft vor, die Bürgermeisteramt und Absolute verteidigen soll.
Nach der ÖVP am Mittwoch war am Freitagabend in Kapfenberg die SPÖ dran: Bürgermeister Matthäus Bachernegg präsentierte vor voller Kulisse im Spielraum sein Team für die kommende Gemeinderatswahl. Und genauso wie die Schwarzen zwei Tage zuvor im Lazarussaal, waren die Metaphern auch ein paar Meter weiter mehr als sportlich. Bachernegg ist der „neue Kapitän“ der SPÖ-Mannschaft, Vizebürgermeisterin Monika Vukelic-Auer sein „Stürmerstar“.
Dabei kam beim Wahlkampfauftakt auch prominente Unterstützung aus der eigenen Partei, unter anderem waren Jörg Leichtfried und die drei Ex-Ortschefs Klaus Prieschl, Manfred Wegscheider und Fritz Kratzer unter den Gästen. Von Letzterem übernahm Bachernegg erst im vergangenen Jahr. Nun muss er sich bei der Gemeinderatswahl am 23. März nicht nur bestätigen lassen, sondern aus SPÖ-Sicht bestenfalls die absolute Mehrheit verteidigen. Die SPÖ hat 19 der 31 Sitze im Gemeinderat.
Reißverschluss-Liste und moderne Werbung
Ein grafisch gestaltetes Video zur Mobilisation und auch eine lange Foto-Collage von Bachernegg in Alltagsposen wurden gezeigt. Gemäß dem zuletzt durch die Sozialen Medien kursierten Clip, in dem Bachernegg mit Jugendwörtern nach neuen Lehrlingen für die Gemeinde suchte, waren auch unkonventionelle Aufnahmen dabei: Bachernegg im Bulls-Dress mit Stirnband oder mitten im Kinder-Bällebad liegend. „Wie man gesehen hat, wir gehen weg von klassischer politischer Werbung“, fasst der Ortschef zusammen.
Das Motto der Kapfenberger Sozialdemokraten lautet: FFF. Diese Buchstaben stehen aber nicht für „Fridays for Future“, sondern für „Familie, Freizeit, Fairness“. Leben sollen diese Wörter eine 31 Mann und Frau starke Liste, die nach dem Reißverschluss-Prinzip aufgebaut ist: Mann folgt Frau, Frau folgt Mann, und so weiter. „Mit diesem Team habe ich überhaupt keine Zweifel“, ist sich Bachernegg sicher.
Ihm und Vukelic-Auer folgen Markus Pöllabauer, Barbara Sterlinger und Werner Wolfsteiner. Noch bevor dem Publikum Themen oder Liste vorgestellt wurde, trat als Erste die Kabarettistin Chrissi Buchmasser auf. Das Publikum lachte über Kickl-Witze, aber ausgerechnet dann am lautesten, als die Grazerin den Namen des Microsoft-Tabellenkalkulationsprogramms „Excel“ von den Lippen ließ, man erinnere sich an die SPÖ-Mitgliederbefragung 2023.


