Leoben

School Is Out-Festival geht in die letzte Runde

Am Samstag, dem 9. Juli, geht in der Sporthalle Donawitz das fünfte und vorerst letzte School Is Out-Musikfestival über die Bühne. Als Veranstalter zieht Christoph Kohlbacher die Fäden.Von Andreas Schöberl-Negishi

Christoph Kohlbacher und Elisabeth Pammer © KK
 

Bewegte und bewegende Jahre hat Christoph Kohlbacher hinter sich: Er hat das School Is Out-Festival in Leoben als Maturaprojekt an der Bhak Eisenerz im Jahr 2012 gezündet und zu einem wahren Dauerbrenner weiterentwickelt: Der junge Musikfan und Student an der FH Kufstein aus St. Peter-Freienstein hat bei den vergangenen vier School Is Out-Festivals 2600 Konzertbesucher nach Leoben gebracht.
Am Samstag, dem 9. Juli, geht das School Is Out-Festival bereits zum fünften Mal in Szene – und zwar in der Sporthalle Donawitz.

Gefühl der Wehmut

Bei aller Vorfreude stellt sich bei Kohlbacher dieses Mal allerdings ein wehmütiges Gefühl ein: Denn die fünfte Auflage markiert auch das vorerst letzte Festival, das Kohlbacher in Leoben organisiert. Die Gründe dafür seien vielfältig, erklärt er. Ein Gutteil davon sei auf persönlicher Ebene gelegen: „Ich studiere an der FH Kufstein und bin daher sehr viel mit dem Auto zwischen der Steiermark und Tirol unterwegs. Das kostet viel Zeit“, erzählt Kohlbacher. Außerdem stünden im Zuge seines Studiums nun ein Auslandssemester sowie ein Praktikum an: „Das ist genau um die Zeit im kommenden Jahr, wo ich sonst das School Is Out-Festival vorbereiten hätte müssen“, meint Kohlbacher.

Es gebe jedoch noch weitere Faktoren, die ihn dazu bewegt hätten, das Festival heuer das letzte Mal zu veranstalten. Etwa das Thema Registrierkassenpflicht – das mache die Organisation für Veranstalter nicht einfacher. „Es ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Schritt, das Festival nicht mehr zu veranstalten“, so Kohlbacher.

Freunde und Familie

Die musikalische „Wundertüte“ hat Kohlbacher wieder mehr als prall gefüllt: Neun Bands geben sich auf der Bühne der Sporthalle Donawitz die Mikros in die Hand. „Heuer habe ich das erste Mal Bands aus den USA im Line Up“, freut sich Kohlbacher, der wieder mit einem starken Besucheransturm rechnet. Im vergangenen Jahr tummelten sich 600 Fans in der Porubskyhalle: „Für das fünfte Festival ist das auf jeden Fall zu klein. Und die Oberlandhalle ist als Location leider ausgefallen, weil sie abgerissen wird“, bedauert Kohlbacher.

INFOSPLITTER ZUM FESTIVAL

Das fünfte School Is Out-Festival findet am Samstag, dem 9. Juli, in der Sporthalle Donawitz statt.

Einlass ist bereits um 15 Uhr, Beginn um 16 Uhr.

Als Veranstalter tritt der Verein „Gioventù Leoben“ auf, der von Christoph Kohlbacher aus St. Peter-Freienstein gegründet wurde.

Bei dem Festival treten insgesamt neun verschiedene Bands auf.

Und zwar: Stick To Your Guns (USA), Being As An Ocean (USA), Kontrust (AUT), Cannonball Ride (AUT), Vinegar Hill (Leoben), Dreaded Downfall (AUT), A Lie Untold (Bruck), A New Kind of Hope (Leoben), Hard To Believe (AUT).

Tickets im Vorverkauf gibt es etwa über Ö-Ticket, aber auch über die Sparkassen und lokale Vorverkaufsstellen in Leoben wie Timeless Ink oder Fahrschule Plonner.

Das erste Mal hat Kohlbacher Bands von außerhalb Europas engagiert.

Gemeinsam mit Elisabeth Pammer verfasst Kohlbacher an der FH Kufstein heuer eine Fallstudie über das School Is Out-Festival.

Der logistische Aufwand der Vorbereitungen sei in der Sporthalle Donawitz auch kleiner als in der Porubskyhalle, weil zum Beispiel die Toiletten in ausreichendem Maße fix vorhanden seien. „Wir werden auch dieses Mal einen Outdoor-Bereich inklusive Bars und Imbissstand haben – für alle Raucher.“ Um die gesamte Organisation überhaupt stemmen zu können, kann Kohlbacher auch dieses Mal auf sein beherztes Team an Helfern zurückgreifen – aus dem Verein, der Familie und von Freunden.

Genau untersucht

Das fünfte Festival markiert eine Premiere: Gemeinsam mit seiner Kollegin Elisabeth Pammer aus Feldbach untersucht Kohlbacher das Leobener School Is Out-Festival im Zuge einer Fallstudie für die FH Kufstein ganz genau, wo er mit Pammer studiert.

Auf jeden Fall hat die Organisation der Festivals nicht nur Kohlbacher selbst als künftigem Eventmanager wesentliche praktische Erfahrungen gebracht, sondern auch eine Bereicherung für die Konzertlandschaft der Montanstadt.

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